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Baboom: Kim „Dotcom“ Schmitz präsentiert Vorschau auf eigenen Musikdienst

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Das wohl schönste Geburtstagsgeschenk hat sich Kim „Dotcom“ Schmitz selbst gemacht. Pünktlich zu seinem 40. Geburtstag stellte der Internet-Rebell eine Demo-Version seines lang erwarteten Musikstreamingdienstes „Baboom“ online. Bis auf ein Album gibt es bisher noch nichts zu hören. Das allerdings hat Kim „Dotcom“ selbst produziert.

Bereits im September 2013 berichtete der Musikexpress über Schmitz’ Vorhaben, mit „Baboom“ einen eigenen Streamingservice anbieten zu wollen. Nun ist eine erste Vorabversion im Netz verfügbar. Die unterscheidet sich in Optik und Funktionalität nicht von anderen verfügbaren Diensten. Wohlgleich aber gibt die Vorschau einen ersten Vorgeschmack auf das Konzept, mit dem Schmitz vor allem Künstler für sein Angebot gewinnen will.

Jeder Musiker, jede Band kann sich bei „Baboom“ ein eigenes Profil erstellen, samt Musik, Videos, Fotos und Kurzbiografie. Soweit nichts Ungewöhnliches. Das Besondere ist, dass jeder Künstler selbst entscheiden kann, ob er seine Musik kostenlos anbieten will. Um das zu veranschaulichen hat „Dotcom“ kurzerhand ein eigenes Album aufgenommen: GOOD TIMES, eine Sammlung von 17 mehr oder weniger nach Blaupause produzierten Dancepop-Tracks. Das kann bei Bedarf direkt im MP3-Format und in höchster Qualität als FLAC kostenlos herunter geladen oder aber bei iTunes und Amazon gekauft werden. Die Entscheidung liegt beim Kunden.

Trotz der Möglichkeit des kostenlosen Downloads waren offenbar viele Leute von GOOD TIMES derart begeistert, dass sie die im neuseeländischen iTunes-Store geforderten 9,99 Dollar bezahlen und das Album bereits nach wenigen Stunden in die Bestseller-Charts hievten, wie Kim Schmitz in einem Tweet mitteilte:

Ein Erfolg, der Wasser auf die „Baboom“-Mühlen sein könnte. Scheint dies doch ein Beweis zu sein, dass Menschen auch dann für Musik bezahlen, obwohl sie diese kostenlos haben könnten. Nun lieg es an Schmitz, Musiker und Plattenfirmen davon zu überzeugen, dass der Erfolg von GOOD TIMES nicht der einzige von „Baboom“ bleiben wird. Gelingt ihm dies, könnte sein Musikangebot wie geplant Ende 2014 in vollem Umfang an den Markt gehen. 



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