Bade-Fails 2015: Vorschläge für die Badesaison 2016

In der Regel ist es nicht nötig, am Sonntag vor 9 Uhr aufzustehen. Nicht so, wenn es wie am vergangenen Wochenende um diese Uhrzeit bereits 28 Grad Celsius auf dem Thermometer anzeigt. Dann stellen sich unmittelbar zwei Fragen: 1. Wo finde ich den passenden Badesee im Umkreis? 2. Kann ich da parken und den ganzen Nudelsalat überhaupt transportieren?

Auch die Garderobe spielt beim Baden eine maßgebliche Rolle. Seit Menschen Gedenken ist es ein gängiges und immer wieder bestätigtes Vorurteil, dass sich die breite Masse der deutschen Badeseebesucher nicht sonderlich viel oder die falschen Sorgen um ihr Äußeres macht. Auch im Sommer 2015 ist das zu 90 Prozent der Fall.

Neuester „Trend“ bei den Männern: Unterhose unter Badeshorts. Angeblicher Vorteil: „Es rutscht nichts raus, wenn man aus dem Wasser kommt und es sitzt alles besser“. Man weiß nicht, wie die Träger aus dem Wasser steigen, aber es muss verdammt gut aussehen, wenn die Gefahr eines Skrotumblitzers besteht. Nachteil: Hygiene. Aber ist ja Natur, ne?

Bei den Frauen hält sich in diesem Sommer landläufig die Meinung, dass goldene Anker oder andere verspielte Details, in der Mitte des Bikini-Oberteils angebracht, dieses modisch „aufpeppen“. Spannt das „peppige“ Detail aber, wird der goldene Anker schnell zum Rettungsanker für alles was ohne Oberteil sonst schnell auf Grund gehen würde. Da wünscht man sich manchmal die guten alten Badeanzüge wieder zurück. Diese sind übrigens so gut wie verschwunden beziehungsweise älteren Besuchern vorbehalten.

Weiterhin Trend: FKK. Zwei Erfahrungen zum Thema FKK: In FKK-Bereichen ist immer etwas frei und man sieht oft Leute, die man dann doch lieber am Textilstrand sehen wollen würde (und andersherum). Und es gibt verdammt intolerante bis militante FKKler, die es gar nicht gern sehen, wenn man am FKK-Strand mit Badehose rumsitzt. Und das obwohl die FKKler ja im Grunde sehr tolerant sein sollten. Wir sind es ja auch, indem wir auf die restlichen freien Plätze verzichten. Vollkommen überflüssig also.

Vielmehr beschweren sollte man sich hingegen über laute und vor allem nervige Musik an Badeseen. Wo man selber noch überlegt, ob man seine tragbare Soundstation mitnehmen soll, drehen einige, meist in Gruppen anzutreffende Besucher ordentlich auf. Dabei weiß man teilweise gar nicht mehr, ob es der miese Sound der Handys und Aktiv-Boxen oder die Musik an sich, die das alles so schlimm klingen lässt. Vorschläge für die Badesaison 2016: Ein Revival des klassischen Einteilers, einen gemischten Nackt- und Textilbereich, in dem sich blanke Brust und Anker in der Mitte treffen, sowie einen Musikbereich mit Einlass-, mindestens aber Playlistkontrolle.

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