Belle And Sebastian – If You’re Feeling Sinister

Vielleicht ist es ja so, dass sich jeder in die Belle-And-Sebastian-Platte am nachhaltigsten verliebt, mit der er/sie die enigmatischen Glaswegians kennengelernt hat. Vielleicht ist IF YOU’RE FEELING SINISTER mit seiner makellosen Abfolge von Folkpop-Juwelen zwischen Jauchzen und Melancholie aber wirklich einfach noch den Tick näher an der Perfektion als das Debüt TIGERMILK und sein Nachfolger the boy with the arab strap. Ach was, wir sind uns sicher: SINISTER ist das Meisterwerk von Stuart Murdoch und Co. Nicht ihr musikalisch buntestes, aber ihr beständigstes Album. Ohne geschmäcklerische LoFi-Eleklro-Experimente und ohne einen einzigen halbgaren Song, dafür mit Melodien und Bridges wie vom Himmel gefallen, einem heimeligen Ensemble-Klang wie blühende Frühlingswiesen und ein warmer Schal im Schneegestöber. Und Texten, die die ganze [kitschfreie] Zauberhaftigkeit mitunter reizvoll kontrastieren. Ja: Es muss Liebe sein.

Produzenten: Kein Credit auf oder im Cover, aber: Belle And Sebastian

Beste Songs: Irgendwie alle

What’s the story? Auf den Plattencovers von Belle And Sebastian (wie auch ihren frühen Pressefotos) sind seit jeher Freunde und Bekannte der Band abgebildet. Das Mädchen auf IF YOU’RE FEELING SINISTER hat eine zerlesene Ausgabe von Kafkas „Der Prozess“ neben sich liegen – eine durchaus nicht unsinistre Lektüre, wenn auch Stevie Jackson jegliche versteckte Bedeutung hinter der Abbildung bestreitet.

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