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Berlinale-Highlights: 8 Filme und Serien, die Ihr nicht verpassen solltet

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Am Donnerstag beginnt die 68. Berlinale, eines der größten Filmfestivals der Welt. Das Besondere im Vergleich zu Cannes oder Toronto: In Berlin kann nicht nur Fachpublikum, sondern jeder mit einem Ticket zu den Vorführungen. Auch wenn der Kartenverkauf immer etwas kompliziert ist.

Bei der Masse der Filme (und Serien), die gezeigt wird, fällt die Entscheidung für die richtige Vorstellung natürlich nicht leicht. Wir helfen Euch deshalb mit einigen Tipps für das Festival.

Utøya 22. Juli

Szene aus Utøya 22. Juli

Am 22. Juli 2011 wurden fünfhundert Jugendliche in einem Sommercamp auf der Insel Utøya von einem schwer bewaffneten, rechtsextremistischen Attentäter überfallen. Die mörderische Attacke forderte 69 Todesopfer – ein Trauma, das Norwegen bis heute tief erschüttert. Regisseur Erik Poppe wagt den Versuch, das Geschehen in einem Spielfilm zu fassen. Nach dokumentarischen Anfangsszenen aus Oslo, wo derselbe Attentäter kurz zuvor eine Autobombe gezündet und acht Menschen in den Tod gerissen hatte, führt der Film direkt auf die Insel.

Don’t Worry, He Won’t Get Far on Foot

John (Joaquin Phoenix) hat ein Alkoholproblem. So kann er einfach nicht Nein sagen, als ihn eine Partybekanntschaft zur Sauftour quer durch L.A. überredet. Betrunken schläft er auf dem Beifahrersitz des Zechkumpans ein und erwacht am nächsten Morgen querschnittsgelähmt im Krankenhaus. Mit 21 Jahren auf den Rollstuhl angewiesen, braucht er all seinen Humor, um wieder Sinn in seinem Leben zu finden.

Grass

Ein junges Mädchen wirft einem jungen Mann den Suizid seiner Freundin vor. Wenig später macht sie ihm ein Kompliment. Verlegen schaut er nach unten. Mitten im Gespräch nimmt uns ein Reißschwenk mit an den nächsten Tisch. Hier sitzt eine Frau am Computer, sie greift die Fäden der Dialoge auf und spinnt sie weiter. Ist sie die Autorin der folgenden Beziehungsminaturen, deren Geschichten und Themen sich spiegeln? Manchmal greift die Schreiberin aktiv ins Geschehen ein. Manchmal suchen die Figuren ihren Rat.

Isle of Dogs

Wes Andersons neuer Film eröffnet am Donnerstag die Festspiele. Er erzählt die Geschichte von Atari Kobayashi, dem 12-jährigen Pflegesohn des korrupten Bürgermeisters. Als durch einen Regierungserlass alle Hunde der Stadt Megasaki City auf eine riesige Mülldeponie verbannt werden, macht sich Atari allein in einem Miniatur-Junior-Turboprop auf den Weg und fliegt nach Trash Island auf der Suche nach seinem Bodyguard-Hund Spots. Dort freundet er sich mit einem Rudel Mischlingshunde an und bricht mit ihrer Hilfe zu einer epischen Reise auf, die das Schicksal und die Zukunft der ganzen Präfektur entscheiden wird.

MATANGI / MAYA / M.I.A.

M.I.A.

Von Bürgerkriegs- und Migrationserfahrungen bis zum Aufstieg zum populären aber kontroversen Star – der Dokumentarfilm spürt dem Leben der Sängerin und Pop-Ikone M.I.A. nach. In Sri Lanka als Kind des Begründers der tamilischen Unabhängigkeitsbewegung geboren, flieht Mathangi „Maya“ Arulpragasam alias M.I.A als Neunjährige mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern nach London. Mit dem ursprünglichen Plan, Dokumentarfilmerin zu werden, kehrt sie als Kunststudentin nach Sri Lanka zurück und filmt ihre Familienangehörigen. Die Reise und ihre Erfahrungen mit dem dortigen militaristischen Regime prägen ihre künstlerische und politische Haltung. Sie beginnt Musik zu machen und entwickelt, inspiriert von Street Art, Hip-Hop und verschiedenen Londoner Migrationskulturen, eine Culture-Clash-Ästhetik, die zu weltweitem Erfolg führt.

The Looming Tower (Serie)

Ende der Neunzigerjahre verdichten sich die Hinweise auf einen bevorstehenden Anschlag auf die USA. Die Sicherheitsbehörde FBI und der Auslandsgeheimdienst CIA begeben sich in einen unheilvollen Konkurrenzkampf, der eine frühzeitige Aufklärung des Terrorakts verhindert. Als Vorlage zu THE LOOMING TOWER diente das mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Buch DER TOD WIRD EUCH FINDEN von Lawrence Wright. Thematischer Schwerpunkt der zehnteiligen Serie ist die wachsende Bedrohung, die in den späten 90er-Jahre von Osama Bin Laden und Al-Qaida ausging. Hat die Rivalität zwischen FBI und CIA zu jener Zeit ungewollt den Weg für die Tragödie vom 11. September geebnet? Auf der Berlinale werden die ersten zwei Episoden der Serie gezeigt, die später im Jahr auf Amazon Prime laufen wird.

Transit

Franz Rogowski in „Transit“

Die deutschen Truppen stehen vor Paris. Georg entkommt im letzten Moment nach Marseille. Im Gepäck hat er die Hinterlassenschaft des Schriftstellers Weidel, der sich aus Angst vor seinen Verfolgern das Leben genommen hat: ein Manuskript, Briefe, die Zusicherung eines Visums durch die mexikanische Botschaft. In der Hafenstadt darf nur bleiben, wer beweisen kann, dass er gehen wird. Einreisegenehmigungen für die möglichen Aufnahmeländer werden gebraucht. Georg nimmt die Identität von Weidel an, versucht eine der wenigen Schiffspassagen zu ergattern. Flüchtlingsgespräche in den Korridoren des kleinen Hotels, in den Wartezimmern der Konsulate, in Cafés und Bars am Hafen. Georg freundet sich mit Driss an, dem Sohn seines auf der Flucht verstorbenen Genossen Heinz.

Unsane

Wurde von Steven Soderbergh ausschließlich mit Smartphones gedreht: Eine junge Frau verlässt ihre Heimatstadt, um ihrer belastenden Vergangenheit zu entfliehen, und beginnt einen neuen Job. Als sie unfreiwillig in einer psychiatrischen Einrichtung festgehalten wird, wird sie mit ihrer größten Angst konfrontiert – aber ist der Auslöser real oder Einbildung? Da anscheinend niemand bereit ist, ihr zu glauben, und die Behörden ihr nicht helfen können oder wollen, muss sie sich mit ihren Ängsten direkt auseinandersetzen.

Das komplette Programm der Festspiele findet Ihr hier. 

Berlinale 2018: So bekommt Ihr Tickets für das Festival

Berlinale
Cinereach
Schramm Film/Marco Krüger


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