Billie Eilishs Kritik an der Pornoindustrie wird auch von einem Porno-Star unterstützt

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In einem Interview mit Howard Stern sprach Billie Eilish kürzlich offen über ihre frühe Erfahrung mit der Betrachtung von Pornos. Darin erzählte die Sängerin, dass sie bereits als Kind zum ersten Mal Pornos gesehen hat. „Ich denke, es hat mein Gehirn wirklich zerstört“, sagte Eilish, und: „Ich bin wütend, dass Pornos so präsent und beliebt sind. Und ich bin wütend auf mich selbst, dass ich dachte, dass das ok ist“. Mit diesen Aussagen brüskierte sie unter anderem Adult-Movie-Star Adriana Chechik. Der ehemalige Pornodarsteller und -Regisseur Randy Spears gab Eilish nun jedoch in einem Interview mit „TMZ“ Rückendeckung bezüglich ihrer Kritik an der Pornoindustrie.

„Wenn wir jung sind, besitzt unser Gehirn noch nicht die nötigen Kapazitäten, um zu verstehen, was da [auf dem Bildschirm] passiert“, sagt Spears zu dem Thema und setzt fort: „Wenn das Gehirn noch wächst und man noch nicht sehr viele Erfahrungen in der Welt der Erwachsenen gemacht hat und man versucht das zu begreifen … Ich verstehe genau, wieso sie sich so fühlt. Da gibt es gar keine Zweifel“.

„Ich würde Billie raten, das Thema weiter zu verfolgen“

„Es ist sehr mutig von ihr, so offen über dieses Thema zu sprechen. Ich applaudiere ihr deshalb. Möglicherweise wird ihre Aussage auch positive Auswirkungen haben“, setzt Spears fort. „Vielleicht wird sie anderen Menschen helfen können. […] Ich würde Billie raten, das Thema weiter zu verfolgen und eine Plattform zu gründen, die jungen Frauen hilft, die davon betroffen sind, und jungen Männern“.

In der „Howard Stern Show“ ging Eilish auch näher darauf ein, wieso sie Pornos als dermaßen problematisch empfindet. Früher sei sie geradezu süchtig nach Pornos gewesen. Doch eben dadurch sei ihr Verhältnis zu ihrem Sexualleben nachhaltig negativ beeinflusst worden. Dies betraf auch die ersten sexuellen Erfahrungen der Sängerin: „Die ersten paar Male, als ich Sex hatte, sagte ich nicht nein zu Dingen, die nicht gut waren. Ich dachte, dass das halt so läuft und mir gefallen muss“. Besonders die Betrachtung von harten Pornos hätten bei ihr außerdem zu Schlaflosigkeit und Angstzuständen in der Nacht geführt.

+++Dieser Artikel erschien zuerst auf rollingstone.de+++


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