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Björk über Lars von Trier: „Er drohte damit, nachts in mein Zimmer zu kommen“

Sängerin und Schauspielerin Björk liefert sich derzeit einen Schlagabtausch mit dem dänischen Regisseur Lars von Trier. Im Zuge der Weinstein-Enthüllungen und der #metoo-Aktion, äußerte sich Björk vor einigen Tagen auf Facebook und beschuldigte von Trier, sie während der Dreharbeiten zu „Dancer In The Dark“ (1999) sexuell belästigt zu haben. Das Dementi folgte schnell. Einer dänischen Zeitung sagte Lars von Trier:  „Das war nicht der Fall, aber dass wir keine Freunde waren, das ist Fakt”, sagte von Trier im Interview.

Lars von Trier sieht in Björks Äußerung eine Art späte Rache. Er erklärte dem „Jyllands-Posten“, es überrasche ihn nicht, dass die Sängerin ihn jetzt beschuldige. Björk habe sich ständig über ihn beklagt und es habe Streit gegeben. Auch von Triers Produzent sprang ihm zur Seite und kritisierte das Verhalten Björks: „So weit ich mich erinnern kann, waren wir die Opfer von Björk“, sagte er. „Diese Frau war stärker als Lars von Trier, ich und unsere ganze Firma zusammen“. Dementsprechend habe er sich sehr über die Vorwürfe gewundert.

Björk sieht sich durch diese Äußerungen zur Konkretisierung ihrer Vorwürfe gezwungen und veröffentlichte eine Liste mit verschiedenen Vorfällen, die sie seit der Arbeit mit von Trier nicht mehr loslassen. Der Regisseur hätte sie nach jedem Take in Anwesenheit der gesamten Crew umarmt und quälend lang nicht mehr losgelassen und teilweise gestreichelt. Als sie ihn bat, dies zu unterlassen, bekam der Regisseur einen Wutanfall und zertrümmerte sogar einen Stuhl vor den Augen aller Anwesenden.

Des Weiteren hätte von Trier ihr oft sexuelle Wünsche und Aufforderungen zugeflüstert, dies sogar in Anwesenheit seiner Frau. An einem Drehtag drohte er Björk laut deren Aussagen damit, dass er in der Nacht von seinem Balkon aus in ihr Hotelzimmer klettern würde – mit klarer sexueller Intention. Sie sei daraufhin in das Zimmer eines Freundes umgezogen.

Die Attacken, die von Trier und dessen Produzent nun in der Presse gegen sie fahren, würden wunderbar zu den „Weinstein-Methoden“ passen, schrieb die Sängerin weiter.

 


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