Das Letzte aus der Redaktion Flurfunk


Nun schleicht ersieh langsam an die Tür heran, der anstehende RedaktionsumzHg ins herrliche, wunderbare Berlin. Beim Abwägen der Vor- und Nachteile dieser Veränderung möchte in Betracht gezogen werden, dass so jedenfalls die Karten neu gemischt werden in Sachen der nach Meinung des selbstredend unparteiischen – Flurfunkers himmelschreienden Ungerechtigkeit der Büroraumaufteilung im Hause Leonrodstraße 52. Seit jeher sitzen hier auf der einen Seite des Gebäudes die Kollegen Götz, Rehm und Sailerin sonnendurchfluteter Spätsommeratmosphäre mit nichts als grüner Ruhe vorm Fenster. Auf Koch und Winklers Seite hingegen: Sonne nur ah Reflektion von den Fenstern der bässlichen Häuserreihe gegenüber, schreiende Babys, Kinder und Erwachsene im Hof, Bohr- und Sägearbeiten (es gibt immer was zu tun), die Laubbläser, der Hund von Baskerville, der sein unheiliges Bellen/Brüllen durch die Straßen gellen lässt, der Scherenschleifer mit seiner Bimmel. Und natürlich der Herr im fünften Stock gegenüber, der alle zwei Wochen am offenen Fenster einen auf- schätzungsweise -Arabisch geführten Telefon-Disput mit jemand offenbar sehr Fernem austrägt, dass das ganze Viertel die Ohren anlegt. Was beschwert ihr euch eigentlich? Klingt doch alles ganz lustig, findet: der Flurfunker