Das nächste große Ding


In England ist wieder einmal der Teufel los. Wegen einer neuen Band. Nicht wegen irgendeiner Band. Wegen Razorlight. der Band des ehemaligen Libertines-Bassisten Jonny Borrell. Das ist das hübsch grooviger Gitarrenrock, der sehr an die Strokes. ein bisschen an die Libertines und entfernt an At The Drive-In erinnert und dessen Melodien sich erst nach mehrmaligem Hören so richtig entfalten wollen. Aber lassen wir den Fachmann sprechen. Libertine Pete Doherty über Razorlight: nächste große Ding, meinen die Engländer. Nachdem das Razorlight-Debütalbum up all night am 28. Juni in Großbritannien auf den Markt kam [in Deutschland wird es am 11. Oktober veröffentlicht), ging es auf Anhieb auf Platz 3 der Charts und treibt sich immer noch in den Top 20 herum. Das Album, schreibt der New Musical Express, habe „mehr Melodien als das von Franz Ferdinand, mehr Geist als das der Strokes und mehr Eier als die fast aller anderen neuen Bands“.

„Du schaltest dein Radio an, denkst Oh, das ist nett, was ist das? Und dann ist es Razorlight. Sie haben was. Sie sind nicht wie die Smiths oder die Libertines, bei denen alles glorreich ist. Sie haben aber ihre Momente. Momente der Freude.“