Der Traum Ist noch Lngst Nicht Zu Ende

Lange Zeit waren Tangerine Dream völlig verpönt. Jetzt werden die Froeses als Synthiepop- und Ambient-Pioniere gefeiert

Erst hip (zu einer Zeit, als dieser Ausdruck noch nicht geläufig war), dann hop und nun als „Urväter des Synthie-Pop“ oder „Ambient-Pioniere“ gefeiert. Tangerine Dream haben die Jahrzehnte und Legionen von jungen Kollegen überdauert. Daran ändert auch die Tatsache nichts, daß der kreative Kern der Dreams heute nur noch aus Vater Edgar Froese (52) und Sohn Jerome (27) besteht. Mit wechselnden Musikern gehen die beiden nach wie vor ins Studio und auf Achse. Erst letztes Jahr traten sie in Amerika in ausverkauften Hallen vor großem Publikum auf. Kurzlebige Trends sind ihnen dabei völlig gleichgültig. „Es gab zwar immer Leute, die versucht haben, uns in Richtungen wie Disco, House oder Techno zu drängen“, erinnert Edgar Froese sich, „aber ich habe jedesmal geantwortet, daß wir mit unserer Kiste nicht auf der Autobahn fahren, sondern auf einer schnurgeraden Landstraße.“ Froeses Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt. Unzählige andere Musiker haben den Karren längst in den Dreck gefahren. Die Froeses aber sind immer noch unterwegs.

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