Direkt am Draht: Black Crowes

Chris Robinson und Steve Gorman über Südstaaten-Bräuche

ME/S: Was habt ihr nach dem Ende der letzten Tour gemacht?

Chris Robinson: Wir haben uns in Atlanta ein Studio gebaut und dabei endlich eine bessere Arbeitsmoral entwickelt. Früher haben wir unsere Platten ja praktisch in den Pausen zwischen unseren Prügeleien aufgenommen.

Steve Gorman: Jetzt prügeln wir nicht mehr.

Chris (grinst): Bist du sicher?

ME/S: Euch wurde immer vorgeworfen, wie die Stones zu klingen. Nervt euch das?

Chris: Hör doch auf. Die Stones haben auch nur versucht, so zu klingen wie die schwarzen Blueser aus dem Süden. Gäbe es ein Zertifikat, das besagt, daß du ein echter Südstaatler bist, wenn du 200 Leute umbringst, dann würde Keith Richards als erster damit anfangen.

Steve: Die Leute hören uns und sagen: Stones, ‚Exile On Mainstreet‘-Phase. Da klangen die Stones aber genau wie Gram Parsons, und der kam aus Georgia, also unserer direkten Nachbarschaft.

ME/S: Die Black Crowes als beinharte Südstaaten-Traditionalisten?

Chris: Klar. Das ist in meinen Augen Rock’n’Roll. Tradition ist cool. Steve: Jedes Wochenende gibt es bei uns Bluegrass-Parties. Die Leute gucken sich Bill Monroe an und jammen mit ihm vor seinem Wohnwagen.

Chris: Und wenn er mies drauf ist, kriegst du sein Banjo übern Schädel.

ME/S: Sonst noch was. was unsere Leser interessieren könnte?

Chris: Unsere neue Platte heißt ‚Three Snakes And A Charm‘, da ist Rock’n’Roll drauf, also geht los und kauft das Teil!

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