Drew


Die MUSIK: „Es geht darum, die Musik der 60ies zu lieben und trotzdem modern zu klingen“, sagt Drew Kennett über sein Debüt SONGS FROM THE DEVIL’S CHIMNEY. Seine Musik entstand auf einer akustischen Gitarre und wurde in weitgehend akustischen Arrangements, die bisweilen an Crowded House, an Becks sea ch ange und Crosby, Stills &. Nash erinnern, belassen. Auch wenn die von seinen Vertragspartnern forcierten Vergleiche mit Dylan nicht zu seinem Vorteil ausfallen können – Drew kann als Songwriter bestehen, da seine für gewöhnlich vorsichtig optimistischen Texte emotionale Glaubwürdigkeit besitzen. Highlights auf einer Platte ohne wirkliche Qualitätseinbrüche sind das auf der ME-CD vorgestellte „Dig Deeper“ und das swingende „You Don’t Know Me“.

Der Künstler: Drew Kennett, der vor 25 Jahren auf der Isle Of Wight zur Welt kam und in seiner Kindheit oft die Felstreppe in die „Devil’s Chimney“-Schlucht runterkletterte, lernte mit 18 Jahren Gitarre. Die Songs, die auf seinem Debüt zu finden sind, entstanden innerhalb eines Jahres, obwohl er einzelne Titel wie „Don’t Be Denied“ offenbar erstaunlich schnell zu Papier gebracht hat.

„Ich schrieb den Refrain und eine Strophe, stieg in die Wanne, und sofort hatte ich den Mittelpart. Schon war der Song fertig.“ Aufgenommen hat er die Platte mit seinem alten Schulfreund, dem Multiinstrumentalisten Paul Butler, der durch seine Arbeit mit seiner eigenen Band The Bees die nötige Erfahrung für ein derartiges Projekt mitbrachte. Für seine Konzerte hat Drew eine kleine Band zusammengestellt, mit der er im letzten Jahr bereits beim Glastonbury-Festival auftreten durfte. Drew songs from the devils chimney [Source/Labels/EMI]

The Living Things Die M USlk: Es ist der Sound, der aus dem Keller kommt. .Immer, wenn unsere Mutter sauer auf uns war, sperrte sie uns in den Keller , berichtet LiUian Berlin, Sprecher der drei Berlin-Brüder.“.Da konnten wir nichts weiter tun, als die Instrumente ergreifen und Lärm machen.“

Inzwischen sind zehn Jahre vergangen und die Living Things konnten einen Vertrag beim amerikanischen Major Dreamworks ergattern. Ihr Sound mixt klassischen Garagenrock mit jugendlichem Enthusiasmus und politischen Texten, wobei alle drei Elemente klingen, als stammten sie geradewegs aus den studentenbewegten 6uies. Die Künstler: Die Brüder, die ihr erstes Konzert beim Talentwettbewerb eines Jahrmarkts gaben, als Lillian zwölf, Bruder Eve acht und der jüngste, Bosh, erst sechs war, heißen Berlin mit Nachnamen. Der Gitarrist sowie der Bassist tragen Mädchen -Vornamen lüUian und Eve], ihrjüngerer Bruder Bosh saß schon als Knirps in einem Schulanzug a la Angus Young hinterm Schlagzeug und häm-

merte 170 Beats per minute in Felle und Becken. Wichtigster Einfluss ist ihre politisch engagierte Mutter, die in den 60er Jahren versucht hatte, als weiße Frau Mitglied der Black Panther zu werden. The Living Things black skies in broad daylight IDreamworks/Universali henning Richter