Echt krank im Hirn

Der Anblick von Hirn ist für viele schrecklich genug. Hirn vom Schwein oder vom Kalb, glitschig zuckend auf kaltem Porzellan, ist eines der ersten Bilder.

Es kommt noch schrecklicher. „Elmer“, das Wesen, das sich von Hirn ernährt, ist aus der Badewanne verschwunden. Es hat Appetit auf Hirn vom Menschen. Es nistet sich bei Brian (Rick Herbst), ein. Brian trägt Elmer im Nacken, von wo aus der 30 Zentimeter lange Wahnsinnswurm zum Satz auf neue Opferhirne ansetzt. Brians Hilfe ist nicht uneigennützig. Zur Belohnung injiziert das Monster eine blaue Substanz in sein Hirn und schickt ihn auf farbenrauschende Trips.

Der New Yorker Regisseur Frank Henenlotter machte vor fünf Jahren mit der ultrabilligen Horror-Plotte „Basket Case“ auf sich aufmerksam. Bei „Elmer“ konnte er ein kleines Budget verbraten.

Filme wie „Elmer“ sind mit Horror unzulänglich beschrieben. Hier geht es darum, abwechselnd Ekel und befreiendes Lachen zu erregen.

Die Macher von „Elmer“ (Originaltitel: „Brain Damage“) dürften es als Kompliment verstehen, wenn man sich sagt: Die sind doch krank im Hirn!

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