Element Of Crime

"Easyschorre", Halle

Punkt halb zehn ist es soweit: Sänger Sven Regener schlurft mit hängenden Schultern auf die Bühne, derweil seine Begleiter sich gemächlich Gitarren, Bass und Akkordeon umschnallen. Die Show kann beginnen. Doch viel ist davon nicht zu sehen. Ja gut, das Licht, zuletzt noch ein trübes Geflacker aus blauen und grünen Birnen, ist inzwischen bunter; und auch die neuerdings um David Young (git) und Ekki Busch (akk/keyb) erweiterte Band klingt voller, merklich satter. Sven Regener, seine Gretsch-Halbresonanz-Gitarre schrubbend wie ein Liedermacher, schwelgt in schalem Gefühlsschmand. Jakob Ilja kitzelt auf seiner Gitarre winzig kleine Tonfolgen aus den Saiten. Der Schwerpunkt des zweieinhalbstündigen Konzerts liegt auf den erfolgreichen deutschsprachigen Platten. Element Of Crime sind in erster Linie eine Band, die ohne plakative Parolen und maßgenaue Melodien, mit denen andere das Publikum entzücken, auskommen. Bei atmosphärischen Stücken wie „Draußen hinterm Fenster“ oder „Mein Dein Tag“ steht der Saal still und lauscht den scheinbar so lässig skizzierten kleinen Geschichten.

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