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ESC 2014: Elaiza treten mit „Is It Right“ beim Finale in Kopenhagen an


Die Newcomer von Elaiza haben den ESC-Vorentscheid 2014 gewonnen und fahren damit für Deutschland zum Finale des „Eurovision Song Contest 2014“. Die drei Musikerinnen aus Berlin setzten sich damit gegen Unheilig, Das Gezeichnete Ich, Madeline Juno, MarieMarie, Oceana, Santiano und The Baseballs durch.

Die acht Teilnehmer mussten sich in Köln dabei in drei Wertungsrunden mit drei Performances vor dem Publikum präsentieren. Nach jeder Runde kam per Zuschauervoting durch SMS oder Telefon die Hälfte der Kandidaten in die nächste Runde.

Die Gewinner Elaiza überzeugten die Zuschauer dabei mit ihrem Neofolk mit slawischen Anklängen, die auch auf die ukrainisch-polnischen Wurzeln der Band verweisen. Ebenfalls trat auch die dänische Gewinnerin des Vorjahres, Emmelie de Forest, mit ihrem Vorjahres-Song  „Only Teardrops“ beim ESC-Vorentscheid auf und leite nicht nur die Show ein, sondern sorgte auch für die Musik während der ersten Zuschauer-Abstimmung.

Elaiza beim ESC 2014 – bloß das kleinere Übel?

Auch musikalisch wählten die Zuschauer damit wohl das geringere Übel des von der ARD als vielfältig und qualitativ hochwertig bezeichneten Programms – was auch immer das für die ARD-Unterhaltungschefs bedeutet. Während die Favoriten Unheilig mit patriotisch-kitschiger Schnulz-Schlagermusik mit „Wir sind alle wie eins“ das Publikum versuchten für sich einzunehmen (Anmerkung des Autors: Wollen wir wirklich alle als „wir“ inkludiert werden?), man beim Einspieler zu Das Gezeichnete Ich zwar erfuhr, dass der Sänger an der Warschauer Brücke in Berlin wohnt, aber er sonst nicht wirklich einen Ton traf, die Berliner Rockabilly-Band The Baseballs versuchte ein bisschen Rock-And-Roll in die so biedere ESC-Hütte zu bringen, in ihrem Elvis-Nachmacher-Style aber eher wie eine Karikatur derselben Musik wirkte und Santiano vielleicht als Seemanns-Band taugen, ansonsten demnächst mit ihrem Irish-Folk besser auf der nächsten Altherren-Party spielen, schafften es Elaiza wenigstens jugendlich-aufgedreht und vor allem ehrlicher als ein Unheilig-Graf zu wirken, für den angeblich „ein Kindheitstraum in Erfüllung ginge“, würde er im Finale des Eurovision Song Contest für Deutschland antreten.



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