Faire Bezahlung: Robin Wright erpresst „House of Cards“-Produzenten für mehr Geld

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Die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen in Hollywood ist seit einiger Zeit ein großes Streitthema. Robin Wright, Hauptdarstellerin der Polit-Serie „House of Cards“, erpresste jüngst ihren Produzenten, um die gleiche Bezahlung wie ihr Kollege zu erhalten. Kevin Spacey, die männliche Hauptrolle bekam eine deutlich höhere Gage bei ähnlicher Screentime.

Doch nicht nur das, Claire Underwood, Wrights Figur, erfreute sich zeitweise auch einer höheren Beliebtheit bei den Fans als die Hauptfigur. Diesen Umstand nutzte die texanische Schauspielerin zu ihrem Vorteil und schlug Kapital daraus. Sie drohte, wenn sie nicht die gleiche Bezahlung bekäme, würde sie an die Öffentlichkeit gehen. Hintergrund: Spacey bekam für seine Rolle als Frank Underwood, eine Gage von ungefähr 500.000$ pro Episode, während Robin Wright nur 420.000$ bekam. Das sind zumindest die Zahlen der zweiten Staffel (2014), inzwischen, nach der vierten Staffel dürften die Gehälter noch höher sein.

Der Unterschied mag zwar im Kontext nicht groß wirken, doch bei gleichberechtigter Bezahlung geht es ums Prinzip. Bereits zuvor hatten mehrere Schauspielerinnen die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen kritisiert. Jennifer Lawrence und Kate Winslet äußerten sich öffentlich dazu, doch Robin Wright handelte lieber und traf mit ihrem mutigen Zug, die Produzenten unter Druck zu setzen, die richtige Entscheidung.

Sie hätte sich auch ins eigene Fleisch schneiden können, doch die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Rolle anders besetzt oder die Geschichte abgeändert worden wäre, war verschwindend gering. Die zweifache Mutter betont weiterhin, wie schwierig es in diesem Beruf sei, seine Kinder großzuziehen und gleichzeitig erfolgreich zu bleiben. Wenn man in Hollywood nicht zum „B-List actor“ werden möchte müsse, man auch darauf achten, wie viel man verdient.

Gegenüber der Huffington Post äußerte sie, dass es sehr wenige Filme und Serien gäbe, in denen männliche und weibliche Schauspieler die gleiche Bezahlung bekommen. Schade, man denkt, die Zeiten des Sexismus sind vorbei. Aber anscheinend nicht in Hollywood.


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