Friska Viljor

„Es ist eigentlich traurig, aber es stimmt“ sagt Daniel Johansson und nickt mit dem Kopf in Richtung der Flasche Bier in seiner Hand, „um deine Wunden zu heilen, ist das hier genau richtig.“ Joakim Sveningsson nickt. Die beiden Freunde aus Stockholm erlebten vor einein halb Jahren gleichzeitig, wie ihre Beziehungen in die Brüche gingen. „Es war eine schreckliche Zeit“, sagt Joakim, „du fühlst dich einsam, gebrochen und traurig, und die einzige Möglichkeit damit klar zukommen ist Bier zutrinken.“ In den folgenden Wochen schlug man also ordentlich auf den Putz, bis den Freunden, die seit ihrer frühen Jugend zusammen in Bands spielten, nach einer durchzechten Nacht die Idee kam, ins Studio zu gehen, um den Trennungsschmerz auch musikalisch zu verarbeiten. So entstand das liebenswerte Album bravoi, das, wie der bärtige Sä ngerjoakim beteuert, nur aus FirstTakes besteht, die unter AI koholeinfluss aufgenommen wurden. Joakim und Daniel entschieden sich bewusstfürdie Mandoline als Ergänzung zum typischen RockbandInstrumentarium undfürden ungewöhnlichen Falsettgesang, denn:,, Wirwollten das Gegenteil uon der Musik machen, die wir mit den Bands uorhergespielt hatten-Hordrock und so.“ Inspiriert durch die Möglichkeiten einer Mandoline gingen die beiden beim Songwriting neue Wege und schufen so ein vielseitiges Album, dessen Stil sie selbst als „Kmdermusik mit Erwachsenentexten“ (Joakim) oder „Sauna-Rock“ {Damel) bezeichnen. Live sind siezu sechstund weitaus druckvoller als aufplätte, und obwohl derSchmerz bei beiden noch tief sitzt, hat die sympathische Band auf der Bühne augenscheinlich Spaß. Im Frühjahr ist eine kleine Tourgeplant-unbedingt hingehen! Viljor BRAVO (Devil!Duck/Indigo)

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