Gary Higgins – Red Hash

So anheimelnd das einzige Album des heute über 60-Jährigen aus Connecticut klingt, so schräg ist die Geschichte seines Weges an die Öffentlichkeit. Als Higgins das Album 1973 mit Freunden in einer40-Stunden-Session aufnahm, stand er unmittelbar vor dem Antritt einer längeren Haftstrafe wegen Marihuanabesitzes. RED HASH erschien in Miniauflage, unbeworben. unbetourt – der Künstler war unabkömmlich – und verschwand (wie später Higgins) von der Bildfläche. Bis es Ende der 90er kursierende MC-Kopien zum Kultding unter der Folkfreak-Gemeinde machten, die RED hash als eines der verlorenen Meisterstücke (vgl. Vashti Bunyan, Linda Perhacs] des 7Os-Folk priesen. Jahrelang veranstalteten Ben Chasny (Six Organs Of Admittance] und Zach Cowie vom verdienstvollen Label Drag City eine regelrechte Fahndung, Higgins aufzustöbern, der – Krankenpfleger und Hobbymusiker- dann erfreut und gerührt die Mastertapes für den Re-Release gab und späte Anerkennung erntete. Happy End für ein vielfarbiges, mild psychedelisches, melancholisch angewehtes Folk-Schätzchen.

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