Geballte Kompetenz

Ein exklusiver Blick in die Archive: Das Taschenbuch die platten des monats 1990-2009 liegt dieser Ausgabe bei - im nächsten Heft folgt Band 2 mit den Jahren 1973 bis 1989.

Geschichtsunterricht in Sachen Popmusik: In dieser und der folgenden Ausgabe liegen dem Musikexpress zwei Bücher bei, die sich ausführlich einem der Herzstücke des Magazins widmen: In den beiden nicht im Handel erhältlichen Bänden werden die Kritiken zu all jenen Alben nachgedruckt, die zur „Platte des Monats“ geadelt wurden, angefangen mit Caravanserai von Santana (Januar 1973) bis zu What Will Be von Devendra Banhart (Dezember 2009). Band 1 deckt den Zeitraum 1990 bis 2009 ab, und viele der vorgestellten Platten hallen bis heute nach: Für Queens Innuendo begeisterten sich die Redakteure im März 1991 ebenso wie einige Monate später für das großartige Give Out But Don’t Give Up von Primal Scream, für Be Here Now von Oasis (1997) fanden sie ebenso warme Worte wie für Radioheads Kid A oder das Debüt der Strokes Anfang dieses Jahrtausends.

In der nächsten Ausgabe geht’s dann tief in die Vergangenheit – und manchmal mitten ins Obskure: So hatte keiner in der Redaktion Ahnung, was sich hinter klangvollen Albumtiteln wie Fandango In Space (1974, von Carmen) oder Barefoot Jerrys Barefoot Jerrys Grocery (1976) verbarg. Aber auch damals bewiesen die Autoren schon Geschmack, was ein Blick in das wichtige Jahr 1977 zeigt: Da wurden stilprägende Punk- und Wave-Meisterwerke wie Marquee Moon von Television, das selbstbetitelte Ultravox-Debüt oder No More Heroes von den Stranglers frenetisch abgefeiert.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.