Geheimtip der Experten: Spooky Tooth


Kleine Vorrede:

Vor kurzem saß ich mit Christine in einen spanischen Restaurant hier in Hamburg, und wir sprachen über Gott und seine Welt. Dabei fragte mich Christine, ob ich nicht Lust hätte, für den Musik Express zu schreiben. Na, und wie Ihr seht, habe ich zugesagt. Wer hätte das nicht, wenn ihm eine ganze Seite angeboten wird, auf der er schreiben darf, über was und wen er mag? Ich habe mir vorgenommen, über das zu berichten, was mich 24 Stunden am Tage beschäftigt und mir jeden Tag auf’s Neue sehr viel Spass macht: Show-Business!

Dass ich ab und zu einmal meine Meinung von mir gebe, müsst Ihr Euch leider gefallen lassen. Ich hoffe, meine Seite wird nie langweilig für Euch werden. Für die Fehler, die sich in mein Geschreibsel einschleichen werden, bitte ich Euch jetzt schon um Verzeihung! Sollte Euch irgend etwas an dieser Seite nicht gefallen, wenn es etwas gibt, das Euch besonders interessiert – schreibt an Christine; sie wird Eure Briefe sofort an mich weiterleiten. Geht am Anfang aber bitte nicht so hart mit mir ins Gericht!

Also! Auf gute Zusammenarbeit! FRANK DOSTAL.

Wenn man sich in Hamburg über Musik unterhält, kommt man seit ca. einem dreiviertel Jahr unweigerlich auf die SPOOKY TOOTH zusprechen. Nirgends auf der Welt sind sie so beliebt, wie hier; auch nicht in London.

Obwohl sie dort wohnen, und schon seit geraumer Zeit ein „Geheimtip“ der „Experten“ sind. Ihr musikalischer Einfluss hier in Hamburg ist so groß, dass zur Zeit jede zweite hiesige Amateur-Gruppe Ihnen nacheifert (leider!).

Ihre großen Stärken sind der Gesang von Mike Harrison, der als Vorbilder Ray Charles und seinen Busenfreund Stevie Winwood angibt, und ihr voller, schwerer Sound. Stilistisch könnte man sie einordnen zwischen Gruppen wie Vanilla Fudge, Procol Harum etc. Die „Spookies“ sind eine typische LP-Gruppe. Das sind Gruppen (oder überhaupt Musikinterpreten), die nicht zuerst mit einer Single in die Hit-Paraden gelangen und dadurch berühmt werden, um dann Langspielplatten zu veröffentlichen. Diese Leute machen es andersherum. Durch Live-Auftritte interessieren sie ihr Publikum für ihre LPs und erst später versuchen sie, in das Single-Geschäft einzusteigen. (z.B. Cream; Led Zeppelin; Blood, Sweat and Tears machten es so). Bisher gibt es zwei LPs von den Spooky Tooth: „It’s all about Spooky Tooth“ und „Spooky Two“. Beide Platten kann ich Euch sehr empfehlen. Sie erscheinen auf „Island-Records“. Produziert wurden die Spooky Tooth übrigens bislang von Jimmy Miller, über den ich Euch bald mal berichten werde. Er hat z.B. die alte Spencer Davis Group, die Traffic, Jethro Tüll und die Stones produziert. Der neue Produzent der Spooky Tooth ist Muff Winwood, der Bruder von Stevie.