Gil Ofarim legt Geständnis ab – Prozess wohl beendet

Der Musiker gibt vor Gericht zu: Die Vorwürfe gegen ihn stimmen. Er bittet um Entschuldigung.

Gegen den jüdischen Sänger Gil Ofarim lief bis zum 28. November in Leipzig ein Prozess wegen Verleumdung und falscher Verdächtigungen. Auslöser für den juristischen Streit war ein Video, das Ofarim im Oktober 2021 ins Netz stellte und in dem er einem Mitarbeiter eines Leipziger Hotels schwere Vorwürfe machte. Der Musiker behauptete darin, dass dieser ihn aufgefordert habe, seine Kette mit Davidstern abzunehmen, damit er einchecken könne. Der Vorfall führte jedoch zu einer Anklage gegen Ofarim selbst, während das Verfahren gegen den Hotelmanager eingestellt wurde.

Doch nun wurde das Gerichtsverfahren vorläufig ebenfalls beendet. Der Grund: Ofarim hat den Anschuldigungen zugestimmt. Er erklärte an den Hotelmanager gewandt: „Die Vorwürfe treffen zu. Herr W., ich möchte mich bei Ihnen entschuldigen, es tut mir leid, ich habe das Video gelöscht.“

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Der Hotelmanager war ebenfalls vor Ort und akzeptierte die Entschuldigung. Eine Weiterführung des Prozesses ist somit nicht erforderlich, da der Ruf des Angestellten wieder hergestellt sei, so das Gericht. Ofarim ist nun aber angehalten, in den nächsten sechs Monaten eine Spende von insgesamt 10.000 Euro an die Jüdische Gemeinde in Leipzig sowie an den Trägerverein des Hauses der Wannseekonferenz auszuzahlen.

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