Golden Globes: Stars mit Anti-ICE-Buttons auf dem rotem Teppich
Mark Ruffalo, Ariana Grande und weitere Stars trugen bei den Golden Globes Pins als Protest gegen die Einwanderungsbehörde nach dem Fall Renee Good.
Am 11. Januar 2026 versammelte sich die Filmbranche in Los Angeles zur Golden-Globe-Verleihung. Neben den Ehrungen gab es auch politische Statements im Rahmen der Veranstaltung. Einige Stars sorgten mit Anti-ICE-Pins für Aufsehen.
Klare Botschaft bei Preisverleihung
Eine Handvoll Stars nutzte die Golden-Globe-Gala für eine politische Positionierung. Hierbei handelte es sich um schwarz-weiße Anstecker, die ein Anti-ICE-Statement gegen die Einwanderungsbehörde mit Sprüchen wie „Be Good“ und „ICE Out“ setzten. Damit wurde insbesondere auf einen Vorfall Bezug genommen, der sich am 7. Januar 2026 in der Stadt Minneapolis ereignete. Die US-Staatsbürgerin Renee Nicole Good wurde von einem ICE-Beamten hinter ihrem Steuer erschossen. Was konkret passierte: Beamte des ICE leiteten eine Fahrzeugkontrolle ein und forderten die 37-Jährige auf, aus dem Auto zu steigen. Sie kam der Aufforderung nicht nach, sondern setzte den Wagen zurück und versuchte, mit langsamem Tempo an der Polizei vorbeizukommen. Ohne zu zögern gab einer der Beamten mehrere Schüsse ab, die Renee Nicole letztendlich töteten.
Der Vorfall rund um Renee Good sorgte landesweit für Proteste, bei denen insbesondere in Minneapolis Demonstrant:innen und ICE-Beamt:innen aneinandergerieten.
Mark Ruffalo, Wanda Sykes und Natasha Lyonne trugen nun die Pins bereits vor Start der Zeremonie während ihres Auftritts auf dem roten Teppich. Auch Ariana Grande und Jean Smart zeigten sich mit diesen während der Gala im Saal. Zweitere trug den Button zudem während ihrer Dankesrede für die Auszeichnung als beste Schauspielerin einer Musical- oder Comedy-Serie.
„Wir brauchen unsere Künstler:innen“
Nelini Stamp von der Organisation „Working Families Power“, eine der Organisator:innen der Anti-ICE-Pins, äußerte sich ebenfalls zu dem Thema. „Wir brauchen die Stimme aller Teile der Zivilgesellschaft, der Gesellschaft“, sagte sie in einem Statement. Weiter ließ sie verlauten: „Wir brauchen unsere Künstler:innen. Wir brauchen unsere Entertainer:innen. Wir brauchen die Menschen, die die Gesellschaft widerspiegeln“, zitierte „AP“ sie.
Basisbewegung bei Golden-Globe-Partys
Die Idee für die Anstecker-Kampagne wurde neben Nelini Stamp von Jess Morales Rocketto ins Leben gerufen, der Geschäftsführerin einer Latino-Interessenvertretung namens „Maremoto“. Diese weist bereits aktivistische Erfahrung auf – bei der diesjährigen Kampagne handelt es sich bereits um ihre dritte. Die beiden Organisatorinnen wandten sich an zahlreiche Prominente und Influencer:innen, um die Kampagne an bekanntere Akteur:innen aus deren Kreisen zu vermitteln und sie letztendlich bei der Zeremonie zu platzieren.
„Es gibt eine lange Tradition von Künstler:innen, die sich in bestimmten Momenten für Gerechtigkeit einsetzen“, sagte Stamp. „Wir werden diese Tradition fortführen.“ Somit ließen sie die Anstecker bei Events und Partys verteilen.
Die beiden Organisatorinnen kündigten zudem an, ihre Kampagne über den Rest der Award-Saison weiterzuführen, wie „AP“ berichtete. Eine Reaktion seitens der Einwanderungsbehörde oder etwa von Präsident Donald Trump gab es bisher noch nicht.
Gewinner:innen des Abends
Neben politischen Statements ging es aber natürlich auch um die Preisträger:innen des Abends. „One Battle After Another“, der linken Aktivismus thematisiert und somit ebenfalls eine politische Note setzte, räumte die meisten Preise ab. Zudem konnte Timothée Chalamet seinen zweiten Preis in der laufenden Award-Saison mit nach Hause nehmen.
Hier eine Übersicht der wichtigsten Gewinner:innen:
- „One Battle After Another“ – Bester Film, Komödie oder Musical
- „Hamnet“ – Bester Film, Drama
- Timothée Chalamet – Bester Hauptdarsteller, Komödie oder Musical
- Wagner Moura – Bester Hauptdarsteller, Drama
- Jessie Buckley – Beste Hauptdarstellerin, Drama
- Rose Byrne – Beste Hauptdarstellerin, Komödie oder Musical
- Paul Thomas Anderson – Beste Regie
- Teyana Taylor – Beste Nebendarstellerin
- Stellan Skarsgård – Bester Nebendarsteller
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