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Google geht gegen unseriösen Ticketanbieter Viagogo vor

Viagogo, ein 2006 gegründetes Unternehmen zum Weiterverkauf von Tickets, ist schon aufgrund zahlreicher Fälle öffentlich in die Kritik geraten. Betrugsfälle häuften sich und Nutzer konnten sich vermehrt nicht mehr auf die Zuverlässigkeit und Gültigkeit der dort angebotenen Konzertkarten verlassen. Das Geschäftsmodell schien halblegal – und hielt sich dennoch.

Nachdem nun sogar rechtliche Schritte durch die „Competition and Markets Authority“ (CMA) gegen den Ticket-Zweitmarkt eingeleitet wurden, sieht sich auch Google dazu gezwungen, gegen Viagogo vorzugehen. In einer Stellungnahme gab der Suchmaschinen-Gigant am Mittwoch (17. Juli 2019) seine Entscheidung bekannt.

„Wenn Menschen unsere Plattform nutzen, um sich Tickets für Veranstaltungen zu bestellen, wollen wir sichergehen, dass sie den Anbietern bestmöglich vertrauen können. Daher haben wir strenge Regelungen und müssen eingreifen, wenn eine Seite gegen unsere Richtlinien verstößt.“

Googles Schritt könnte unter anderem auch auf die zahlreichen Beschwerden über Viagogo zurückzuführen sein, die sich zuletzt angesammelt hatten. Dem Unternehmen wurde vermehrt geraten, das eigene Geschäftsmodell noch einmal zu überdenken.

Konkret sieht Googles Eingriff so aus: Viagogo verschwindet nicht komplett aus den Suchmaschinenergebnissen, sondern wird lediglich ab sofort für unbestimmte Zeit aus den gesponserten Anzeigen verbannt. Damit ist ihnen der oberste Platz der Suchergebnisse nicht mehr gegeben. Auf den regulären, unter den gekauften Anzeigen erscheinenden Ergebnissen der Suche werden sie nach wie vor vertreten sein. Somit wird Google keine Werbeeinnahmen mehr von Viagogo einnehmen. Diese sollen im Vergleich zu anderen Online-Ticketbörsen bis zu 15-mal so hoch gewesen sein.

Die Verbannung Viagogos aus den Anzeigen soll mit sofortiger Wirkung und weltweit eintreten.

Musikfans werden ausdrücklich vor Viagogo gewarnt

Bereits im vergangenen Jahr wurde von der „Society of Ticket Agents and Retailers“ (STAR), „FanFair Alliance“ und vielen weiteren Organisationen versucht, gegen die Ticketbörse vorzugehen. EU-Abgeordnete warnten außerdem Musikfans und Nutzer vor der Plattform und rieten davon ab, Bestellungen abzugeben „bis Viagogo komplett dem Verbraucherrecht entspricht.“ Laut eines Berichts habe Viagogo „schon zu lange Musikfans heftige Probleme bereitet.“ Die CMA begann 2018, rechtliche Schritte einzuleiten und erreichte einen Gerichtsbeschluss, der Viagogo zu einer Überarbeitung ihrer Vorgehensweisen zwingen soll.



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