Heather Nova

"E-Werk", Köln

Auf der großen Bühne wirkt die kleine Frau fast ein wenig verlassen. Da kann den Betrachter beinah das Gefühl beschleichen, Heather fühle sich da oben, vor über 2000 Leuten, gar nicht so recht wohl. Das 26jährige, fast schon magere Persönchen im schwarzen Mini mit silbernem Etwas darüber sieht aus, als ob es jeden Moment unter der Last seiner Gitarre zusammenbrechen müsse. Doch als Heather zu singen beginnt, sind alle Zweifel verflogen. Ihre kraftvolle, vielschichtige Stimme ist extrem wandlungsfähig – Novas nuanciertes Ausdrucksspektrum reicht von Björks spitzen Schreien bis hin zu Siouxsies stimmlicher Intensität. Fragil und doch kraftvoll schafft Heather Nova eine Atmosphäre, die das Publikum in ihren Bann zieht. Unterstützt wird die auf den Bermudas geborene Künstlerin dabei von einer vierkTpfigen Band Gitarre, Bass, Schlagzeug und Cello. Mehr braucht’s auch nicht. Denn abgesehen vom Opener, bei dem Heather gegen den Sound ihrer Begleitband ansingen muß, gibt’s an der Leistung der Musiker (und Techniker) nichts auszusetzen. Doch leider ist das Vergnügen an diesem Abend nur von kurzer Dauer. Andere Acts warten schon. Ein schlichtes „Thank You“, und Heather verläßt die Bühne.

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