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Hilfe von Hackern: Wie Programmierer das Leben in der Stadt optimieren

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Die Suche nach einem Kita-Platz in der Nähe kostet die meisten Eltern Zeit und Nerven. Auf die Idee, den netten Hacker von nebenan um Hilfe zu bitten, kommen die wenigsten. In Dresden hat sich eine Gruppe von Hackern aber genau dieses Problems angenommen.

Auf einer interaktiven Map wollen die Helfer von Code for Germany sichtbar machen, in welchen Kitas in der Stadt es noch Plätze gibt – nur eines von 69 Projekten, die unter dem Dach der Plattform Code for Germany im vergangenen Jahr gestartet wurden.

Seit Anfang 2014 haben die Freiwilligen mehrere tausend Stunden mit Programmieren verbracht. Ihr Ziel: langweilige Datensätze in lebensnahe Projekte zu verwandeln. Die Prozesse in den Kommunen sollen weniger bürokratisch, ihre Angebote transparenter werden. Denn die Gemeinden verfügen zwar über massenweise Informationen, haben oft aber weder Geld noch Mitarbeiter, um selbst damit zu experimentieren. Code for Germany versteht sich deswegen als Vermittler zwischen Behörden und Bewohnern einer Stadt.

Das Programm ist eine Kooperation der Open Knowledge Foundation Deutschland – einer gemeinnützigen Stiftung, die mit Hilfe des Internets Wissen für jedermann zugänglich machen will –, sowie der Organisation Code for America und dem Unternehmen Google. In OK Labs, die es mittlerweile in 18 deutschen Städten gibt, treffen sich Hacker, Stadtentwickler und interessierte Laien, um Lösungen für Probleme in ihrer Stadt zu finden. Zum Beispiel, indem sie eine Anwendung entwickeln, mit der man sich die Termine der Müllabfuhr unkompliziert in den Kalender speichern kann – und sich nie mehr wundern muss, warum die Recycling-Tonne immer noch nicht geleert wurde. Oder eine einfach zu bedienende Webseite, die verrät, wo in der Stadt als nächstes gebaut wird und wie lange man mit Lärm rechnen muss.

Wir stellen in der aktuellen Ausgabe von me.URBAN vier der Projekte vor. Hier eines davon.

Gute Schule

Bildungseinrichtungen bewerten / Projekt: Schulen in Köln / Status: In Arbeit

Der Software-Entwickler Wolfram Eberius hat zwei Kinder im schulpflichtigen Alter. Das brachte ihn auf die Idee, mit Datensätzen der Stadt Köln für Eltern eine Infoseite zu den örtlichen Schulen zu bauen. Seine Webseite schuleninkoeln.github.io zeigt bisher, in welchem Stadtteil wie viele schulpflichtige Kinder wohnen. Diese Zahlen will er mit Infos über die einzelnen Schulen verknüpfen – um so vielleicht eines Tages Eltern zu helfen, die richtige Bildungseinrichtung für ihr Kind zu finden. Wie so ein Projekt aussehen kann, wenn genug Zeit und Daten zur Verfügung stehen, zeigt die Webseite www.discoverbps.org aus den USA. Zu den Datensätzen zählen Entfernung zum Wohnort, Größe der Schule, angebotene Stipendien und Aktivitäten, besondere Bedürfnisse des Kindes wie Barrierefreiheit oder Sprachunterricht und die Ausstattung der Schulgebäude. Mittlerweile ist die Webseite ein vielgenutztes Tool für Bostoner Familien. Die Karte von Wolfram Eberius ist bisher nur ein Schritt in diese Richtung. Seit Oktober 2014 arbeitet er daran, alleine und in seiner Freizeit. Anfang 2015 wolle er fertig werden, sagt er. Sollten neue interessante Datensätze dazu kommen, würde er aber auch noch weitermachen.

Den gesamten Artikel lest Ihr in der aktuellen Ausgabe me.URBAN,

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