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Hotlist 2017: Alleskönnerin Laurel zeigt den Pop-Damen wo es lang geht

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File under: zu schön, um wahr zu sein. Vor drei Jahren zog die heute 22-jährige Laurel Arnell-Cullen von Southampton an der britischen Südküste nach, natürlich, London, um von ihrem dortigen Schlafzimmer aus einen bemerkenswerten, selbst geschriebenen, aufgenommenen und produzierten Hit nach dem anderen ins Internet zu stellen.

Für ihren Debütsong „Fire Breather“ würde Lorde viel Geld zahlen. Und „To The Hills“ mit seinem markanten Streicher-Arrangement führt Florence Welch vor, wie gut ein paar Tonspuren weniger tun können. Nach zwei EPs zeigte Laurel im Herbst 2016 auf ihrer „Park“-EP, wie sie ihren Sound mühelos um gitarrenlastigen Indie-Pop erweitert. Man denkt – insbesondere beim vertrackt-melodiösen „San Francisco“ – an eine beschwingte Lana Del Rey, an geerdete Austra und daran, wie es Jamie xx in den Fingern jucken muss, einen von Laurels Songs zu remixen. Ein Eintrag in der „Artist Of The Week“-Empfehlungsreihe von Apple Music ließ Laurels Klickzahlen die Millionengrenze durchbrechen.

Seit vergangenem Sommer steht sie bei Counter Records unter Vertrag, einem geschmackssicheren Sublabel von Ninja Tune. Das hilft, ist aber gar nicht nötig, um diesem Talent Gehör zu verschaffen. Qualität dieses Ausmaßes muss sich durchsetzen. Nicht unwahrscheinlich, dass wir das für Frühjahr versprochene Album in unseren Platten des Jahres 2017 wiederfinden.

Alle weiteren Newcomer-Hoffnungen aus unserer Hotlist 2017 findet Ihr hier.

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