Interdimensional Tourgasm: Die B 52’s feiern ihre kosmische Kitsch-Party

HOLMDEL. Die Wiese bebt. Wie eine schunkelnde Kuhherde nach dem Genuß einiger Eimer Wies’n Bier hüpfen die ausgelassenen Fans auf dem Grün von New Jerseys „Garden State Art Center“ herum, angesteckt von der überdrehten Partystimmung auf der Bühne.

„Interdimensional Tourgasm“ lautet der Titel der neuen Show — gewissermaßen ein 90minütiaer musikalischer coitus schwuptiwuptus, der sich ohne interruptus von einem schrill-schrägen Höhepunkt zum nächsten steigert. Und geraucht darf dabei auch werden in der Landluft-frischen Open Air-Arena.

Die zum Trio geschrumpfte Band (mit Aushilfsstimme Julee Cruise. die Cindy Wilsons glitzernde Hot Pants ebenso wie deren Tonlage bestens ausfüllt) vertraut an diesem Abend nicht nur auf Bewährtes wie Hits ä la „Love Shack“ und „Rock Lobster“. sondern packt die teilweise geradezu sozialkntischen Songs des neuen Albums „Good Stuft“ mit der gleichen kosmischen Überdrehtheit an.

Erfolgreich. Die neuen B 52’s-Knüller wie „Revolution Earth“, „Channel Z“ oder „Bad Influence“ werden in die selbe, kitschig verrückte Pop-Glasur getaucht wie der Song „Dreamland“, der das Leben nach dem Tode als eine von Technopop und indischen Klängen untermalte Party beschreibt.

Auf selbiger Partv hätte übrigens wenige Tage spater der Drummer der vierköpfigen Begleitband fast mitgetanzt: Bei einem Motorradunfall brach er sich das Schlüsselbein. Die ohnehin von schwachem Kartenvorverkauf geplagte Tournee wurde darob kurzerhand bis auf weiteres „verschoben“.

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