Jan Joswig kontrolliert: The Bosshoss

Mit Stetson und Rippenunterhemd können The BossHoss nicht viel falsch machen. Und richtig machen muss man sowieso nichts, wenn man sich auf die Ironie-Seite des Lebens geschlagen hat.

The BossHoss können drei Yippie-yi-yahs beten, dass sie Country als Folie für ihren Gude-Laune-Klamauk gewählt haben. Sonst würden sie sich noch so in der Klamottenkiste vergreifen wie Schlager-Versteher Gildo Horn. Aber mit Stetson und Rippenunterhemd kann man nicht viel falsch machen. Und richtig machen muss man sowieso nichts, wenn man sich auf die Ironie-Seite des Lebens geschlagen hat.

Man kann immer noch behaupten: Ist ja nicht so gemeint. Politisch korrekt ist diese Cowboy-Monokultur natürlich nicht. Die Village People mit ihrem Chef-Indianer haben sich viel sensibler inszeniert. Vielleicht sollten Boss Hoss Gojko Mitić als Frontmann verpflichten, den Vorzeigeindianer aus dem ostdeutschen Reservat.

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