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Konzert in Israel: Lana Del Rey reagiert auf Vorwürfe von Roger Waters

Lana Del Rey hat sich erneut zu ihrem geplanten Konzert in Israel geäußert. Auf Instagram postete sie einen Screenshot ihrer iPhone-Notiz, in der sie ihre Entscheidung verteidigt und verspricht, ebenso die palästinensischen Gebiete Israels auf der Durchreise zu besuchen. Sie wolle Musik für alle Menschen spielen – vor allem für israelische sowie palästinensische Kinder und wolle Frieden für beide Seiten. Damit reagierte sie auf öffentliche Kritik von Roger Waters gegen sie.

In einem ausführlichen Facebook-Post sprach Waters sich zuvor deutlich gegen die Entscheidung Del Reys aus, in Israel zu performen.. Er zitierte darin unter anderem den Menschenrechtler Desmond Tutu mit dessen Aussage: „If you are neutral in situations of injustice, you have chosen the side of the oppressor.”

Del Rey antwortet ihm nun wie folgt: „I read your statement about taking action even when you believe in neutrality. I totally understand what you’re saying and this is my action.”

Lana Del Rey in Israel: Was war zuvor passiert?

Am Montag kündigte Lana Del Rey an, beim diesjährigen Meteor Festival in Israel aufzutreten. Eine Mischung aus Pro-Palästina-Aktivisten, Israel-Gegnern und Fans reagierten verärgert und Del Rey postete auf Twitter ein langes Statement, in dem sie erklärte, weshalb sie sich für einen Auftritt in Israel entschied.

Lana Del Rey schrieb unter anderem: „We don’t always agree with the politics of the places we play within or even in our own country. (…)“. Ihr Konzert in Israel sei kein politisches Statement. Genauso wenig wie ein Auftritt in Kalifornien etwas mit der amerikanischen Regierung zu tun hätte, würde dieser Auftritt in keiner Art mit Israels Politik in Verbindung stehen und deren „manchmal unmenschlichen Handlungen“, wie Del Rey schrieb.

Bereits Nick Cave und Lorde standen unter Druck

Israels Regierung wird aktuell dafür kritisiert, dass sie die Rechte der arabischen Bürger des Landes beschnitten hat. Seit Juli wird arabisch, immerhin die Sprache von fast 20 Prozent der Bevölkerung, nicht mehr als Amtssprache gewertet, sondern nur noch Hebräisch. Del Reys Statement, Musik solle Menschen zusammenbringen und sie wolle für die Kinder im Gastland performen, wurde von verschiedenen Seiten kritisiert. Wenn sie mit Musik Menschen vereinen wolle, dann solle sie fordern, dass auch Leute aus den palästinensischen Gebieten Israels zum Konzert kommen dürften – so lauten jedenfalls vereinzelte Forderungen auf Twitter und in anderen Netzwerken.



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