Lake Placid

Charmanter Lo-Fi-Indie-Twist aus Dänemark.

Die Musik: „Vertrau uns – obwohl wir komisch aussehen“, ist die Botschaft von Lake Placid, die mit Up-Tempo-Synth-Pop-Songs und Texten wie „Come on people, keep it going, we’re the lakes and you’re the ocean“ zum Tanz bitten. Ihr Debüt MAKE MORE FRIENDS klingt ähnlich unverkrampft und frisch wie das des letzten dänischen Dance-Exports Junior Senior, wirkt durch die reizende, wackelige Stimme der rehäugigen Sängerin „T.K.“ und die Kunst-Akademie-Neon-Ästhetik á la Fanny Pack aber womöglich sogar noch eine Spur charmanter.

Die Künstler: Lake Placid, benannt nach dem vergleichsweise ärmlichen Ski-Paradies im Bundesstaat New York, sind seit 2001 im dänischen Untergrund aktiv. Das Kollektiv, das aus einem Landschaftsplaner, einem Filmstudenten, einem DJ, einem Kindergärtner, einem Fahrradkurier, zwei arbeitslosen Architekten und der „dänischen New Yorkerin“ „T.K.“ (Tania-Kristin Skaptadottir Ballentine) besteht, hatte bereits einen Nr.-1-Hit im dänischen Indie-Radio. Kürzlich haben sie auch einen Plättenvertrag unterschrieben, obwohl ein dänischer A&R einst gemurmelt haben soll: „Eine Rockband mit acht Leuten? Das geht nicht. Die sehen ja aus wie Zirkus-Freaks.“ Es geht eben doch, und bei ihrem ersten Auftritt beim Roskilde-Festival wurde das Oktettauch durchaus positiv aufgenommen.

Lake Placid – MAKE MORE FRIENDS (Universal)

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