Modern, weil altmodisch: Hixsepts sommerlicher Einfallsreichtum

Die zwei Franzosen Aurélien Arbet und Jérémie Egry kreieren schon seit über zehn Jahren Mode. Doch in Deutschland kennt sie fast niemand. Dabei kleiden sie Männer so altmodisch und modern, wie sich das jetzt gehört.

Die meisten Modedesigner tendieren dazu, jede Saison eine ganze Geschichte rund um ihre Kollektion zu kreieren. Da fallen dann so einfallsreiche Schlagworte wie Seattle ’91, CBGB ’74 oder … denn sie wissen nicht, was sie tun, um die Inspiration zu ihren aktuellen Entwürfen zu beschreiben. Das ist mal spannend, kann aber auch ziemlich ermüdend sein, wenn man zum 84. Mal ein schlichtes weißes T-Shirt präsentiert bekommt, das angeblich den unangepassten Geist von James Dean in sich trägt.

Das noch ziemlich unbekannte französische Label Hixsept erzählt keine Geschichten. Sie lassen sich einfach von allem inspirieren, was ihnen so begegnet. Diese Spontanität sieht man ihren Stücken an. Und so präsentieren die beiden Designer Aurélien Arbet und Jérémie Egry für Frühling/Sommer 2012 eine Kollektion, die wegen der natürlichen Gewebe und der klassischen Schnitte einerseits wie aus der Zeit gefallen wirkt.  Die aber durch Details wie den zweifarbigen Bund der Hosen und die Verwendung von Pfirisch, Gelb und Limettengrün in einer Männerkollektion gleichzeitig ultramodern ist.

Dazu kommt, dass sie außerdem noch mit vier Fotografen kollaborierten, die jeweils für einen Fotoprint auf den T-Shirts verantwortlich sind: Einen Esel, ein Strauß Lilien, ein Stapel Bücher und eine Landschaftsaufnahme sieht man da.

Viel zu viel für eine stimmige Geschichte, aber gerade genug für eine der stimmungsvollsten Kollektionen des kommenden Sommers.

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