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„Monströs traurig“: Orange Blossom Special Festival erst Pfingsten 2022

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Heute verkündete mit dem Orange Blossom Special in Beverungen ein weiteres Festival, dass man erst 2022 wieder an den Start gehe. Ursprünglich hatte man das OBS vom Frühsommer in den Spätsommer verschoben, in der Hoffnung die Situation erlaube dann eine Durchführung, die rentabel und sicher ist.

Wer die Facebook-Seite des OBS verfolgt, konnte in den letzen Wochen in Echtzeit miterleben, wie schwierig es dieser Tage ist, selbst ein verhältnismäßig kleines Festival zu planen. Veranstalter Rembert Stiewe und sein Team fluchten und hofften, planten und bangten – es nützte nichts.

Das OBS 24 muss erneut verlegt werden

In dem wie immer emotionalen und transparenten Posting heißt es: „Es ist monströs traurig, und wir sind untröstlich. Aber es geht nicht anders, das OBS 24 muss erneut verlegt werden. Wir haben gekämpft und gebangt, gehofft und gezweifelt, haben Hygienekonzepte verfasst und uns in Online-Workshops fortgebildet, haben Verbandsarbeit betrieben und versucht, die politisch Entscheidenden auf Fehleinschätzungen und Möglichkeiten hinzuweisen – auch nach intensiver Abwägung aller Alternativen müssen wir nun aber einsehen, dass es keine Chance mehr gibt, in diesem Jahr ein OBS zu veranstalten.“

Der Teufel liegt im Detail

In dem Text wird es besonders interessant, wenn es um die genauen Auflagen geht. Hier schreibt das OBS: „Da nun überall zu lesen ist ‚Großveranstaltungen dürfen stattfinden‘, ‚Am Freitag öffnen die Clubs!‘ etc. ist es schwer verständlich zu machen, dass und warum nun nicht alles einfach so wieder ganz selbstverständlich ohne Einschränkungen stattfinden kann. Denn der Teufel liegt im Detail. Es wurde in NRW eine neue ‚Inzidenzstufe 0‘ eingeführt, die eine stabile 7-Tages-Inzidenz < 10 bedeutet. In dieser wäre das OBS augenscheinlich möglich (mit 3G-Nachweis). Ob wir Ende August allerdings fest mit einer stabilen Inzidenz von < 10 rechnen können – und das sowohl im Kreis Höxter als auch im Land NRW – steht in den Sternen.“

Kaum Planungssicherheit bei Inzidenzstufe 1

Das hat massive Auswirkungen auf die Planungssicherheit: „Das Risiko ist sehr hoch, dass uns die Durchführung der Veranstaltung kurzfristig um die Ohren fliegt, sollte sich die 7-Tages-Inzidenz ein oder zwei Wochen vor der Veranstaltung auf über 10 erhöhen. Denn in Inzidenzstufe 1 ist die Durchführung des OBS wegen der Deckelung auf 1.000 Besuchende und dem dann frühesten Durchführungs-Termin 27.08. nicht möglich.“

Ein wahrhaft „monströs trauriges“ Fazit, das wir aber natürlich alle verstehen.

 


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