„Moonlight“-Trailer: Der Indie-Film, der die Filmfestspiele von Toronto dominiert

Die Zeit der seichten Sommerunterhaltung im Kino ist weitestgehend vorüber, aus den USA schwappen in den kommenden Wochen und Monaten die Anwärter für die im Winter startende Award-Saison herüber. Gerade findet in Kanada das „Toronto International Film Festival“ statt. Für viele Studios der ideale Zeitpunkt, um ihre schwersten Geschütze in Sachen Drama und überragendem Schauspiel abzufeuern.

Neben den neuen Filmen von Natalie Portman („Jackie“) und Ben Mendelsohn („Una“) sowie dem Fantasy-Drama „Sieben Minuten nach Mitternacht“ sorgte vor allem „Moonlight“ von Regisseur Barry Jenkins für stehenden Applaus und Begeisterungsstürme.

In „Moonlight“ wird die Geschichte des afroamerikanischen Chiron erzählt. Und zwar in drei verschiedenen Phasen seines Lebens, mit drei verschiedenen Schauspielern. „Moonlight“ handelt von der Suche eines jungen Mannes, der in den üblen Gegenden Miamis in den 80ern aufwächst und über Jahre hinweg auf der Suche nach der eigenen Identität ist.

Klingt alles nach 08/15-Drama-Stoff? Mag sein, aber die bisherigen Reaktionen auf den Film deuten auf ein kleines Meisterwerk hin. Auf „Rotten Tomatoes“ steht der Film derzeit bei einem Kritikerschnitt von glatten 100 Prozent und der erste Trailer zum Film verspricht eine beklemmende Stimmung und herausragende Darstellungen. Mitunter auch „House of Cards“-Schauspieler Mahershala Ali und Naomie Harris. Den Trailer könnt Ihr Euch hier anschauen:

Der Film kommt Ende Oktober regulär in die amerikanischen Kinos, ein deutscher Starttermin steht noch aus. Sollte die Begeisterung vom Festival-Publikum dann auch auf die restlichen Zuschauer überschwappen (wovon aktuell ausgegangen wird), dann könnte es „Moonlight“ wohl auch bis zur kommenden Oscar-Verleihung schaffen.


Bela B veröffentlicht 2019 seinen Debütroman „Scharnow“
Weiterlesen