Musikexpress Geht Ins Pi


Ein seltsames Paar? Hat doch schon mal funktioniert!

Wollen wir mal etwas größenwahnsinnig werden? Na klar wollen wir! Hey, immerhin wird in diesem Text mehrfach der nun wirklich nicht mit Bescheidenheit besetzte Begriff „PI“ fallen. Also hinein: Aerosmith und Run-D.M.C., Freddie Mercury und Montserrat Caballe, Snoop Dogg und Bruno, Eminem und Elton John – wann immer sich vermeintlich entgegengesetzte Pole der Popkultur zusammengetan haben, wurde Skepsis laut. Und wie oft war sie unangebracht! Wie viel öfter war sie lediglich Ausdruck regelkonformer Sturköpfigkeit. Ganz recht, dieser Artikel ignoriert Koops von Thomas Bernhards Rechteverwaltern und H.P. Baxxter. Warum? Stichwort: Größenwahn. „Wer ko, der ko“, heißt es in München, der Heimat Deutschlands bekanntesten Nobelclubs Pl und dem Interimszuhause des MUSIKEXPRESS. Getreu diesem Motto tun sich die beiden ach so unvereinbaren Instanzen im Rahmen einer neuen regelmäßigen Clubnacht jetzt zusammen. Das will gefeiert werden, weil es ja auch genau darum geht: Feierei! Der MUSIKKXPRF.SS.KLUB stellt sich auf sein zweites Standbein in München, neben seiner bewährten Residency im Innenstadtclub 59:1, und zieht mit dem Pl in das altehrwürdige Museum „Haus der Kunst“, das sogar schon Sonic Youth für einen lärmenden Abend Obhut gewährte. Dieses Museum, genauer gesagt: seinen im Westflügel gelegenen Theatersaal, wird nun das nebenan gelegene Pl während dessen Umbaupause für zehn Monate als Discotheater mit Konzert- und Parryveranstakungen nutzen. Für über 1000 Personen hat der Saal mit seinen hohen, hohen Wänden (wir sprechen hier von 16 Metern) und seinem Tanzparkett von 90 Quadratmetern Platz. Kick-off ist am 20. November, acht Tage nach der großen Eröffnungsparty des neuen Pl Clubs. Als Gaststars legen der Münchner DJ Bobble, sowie die French-House-Tonangeber Cassius auf.