Nachruf

Einer seiner letzten Songs hieß „No Reason To Cry“; nun klingt der Titel fast prophetisch: Am 6. Mai hatte Grant McLennan, eine Hälfte des genialen Songwriterduos der Go-Betweens, Freunde in sein neues Haus geladen, um den Einzug zu feiern. Bevor die Gäste kamen, wollte sich der frisch verliebte McLennan noch kurz ausruhen, legte sich ins Bett – und starb, mit 48 Jahren, in Brisbane, wo er 1978 mit Robert Forster die Go-Betweens gegründet hatte. Die wurden immer mal wieder verglichen: mit Velvet Underground, Talking Heads, Dylan, aber letztlich war ihre Musik allen Moden so fern wie McLennan selbst, der Stille in einer unspektakulär guten Band, die sich Silvester 1989 trennte. „Deepdown I’m lonely, and I miss my friend“, sang Forster damals. Seit 2000 waren die Go-Betweens wieder zusammen, jetzt ist auch ihre Geschichte zu Ende. The last light left in a dead man ’s eyes like a starlighthole in a block velvet sky. (McLennan 1997)

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