Nein, wir verlieren ihn!

Wo ein angerosteter Musikant nach Jahren der Stille umgeben von auffällig vielen prominenten Gastmusikern wieder erscheint, liegt ein klarer Fall von Reanimation vor. Musikalisch bedeutet das zumeist Schlimmes. Carlos Santana, Gaststar der eigenen Platte, gab mit sh am an ein besonders ärmliches Bild ab. Vor Alben mit Titelzusätzen wie „…& Friends“ sei in diesem Zusammenhang besonders gewarnt; Elton John (Foto; mit Ru Paul) und Frank Sinatra wählten hingegen jeweils das ebenso eindeutige duets (beide 1993) als Warnsignal. Wyclef Jeans arg beliebiges masquerade demonstrierte unterdessen, daß es auch in der Black Music ein Zuviel an Gaststars gibt (auch Rockelektroniker wie Fatboy Slim neigen zur Völlerei). Dennoch sind solche Spekatakel noch statthaft, vergleicht man sie mit DUETS „von“ Notorious B.I.G.. der zum Release 2005 seit acht Jahren tot war. Auch total daneben; Die Beach Boys Covern sich selbst als, äh, Backingband von Gast-Countrysängern – auf STARS AND STRIPES VOL. 1 (1996). Warum auch hier in Deutschland so gerne gemeinsam mit musikalischen „Freunden“ reanimiert wird, muß man Nena (20 JAHRE NENA – FEAT. nena), BAP (dreimal zehn jahre) und die Fehlfarben (261/2) schon selbst fragen, (ogö)

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