Nena erfindet sich neu. Ohne deshalb gleich die deutsche Björk werden zu wollen.

Mit Florian Sitzmann von den Söhnen Mannheims als Co-Autor und Produzent ihres neuen Albums hat Deutschpop-Ikone Nena (41) ein neues Arbeitsprinzip entdeckt: „Je weniger ich tue und will, desto mehr passiert von ganz alleine. Ich möchte nicht so viel wollen, ich möchte es so geschehen, mich führen lassen.“ Eine der ersten Liedskizzen entstand um die Textzeile „Das schockt mein System“. „Da kannte ich das Wort Chokmah noch gar nicht“, erinnert sich Nena. Kurz darauf erzählte ihr aber ein Freund von diesem Begriff aus der jüdischen Kabbala-Mystik, der zum Titel ihres neuen Albums werden sollte.

Genauso wenig wie die Musik von Beck einfach als HipHop oder die von Björk gar bloß als Techno klassifiziert werden kann, lässt sich die „Chokmah-Nena“ mit nur einem Begriff fassen. Zumal das „Nena-Feeling“ eindeutig erhalten geblieben ist: „Das ist stilistisch schon anders als das, was ich vorher gemacht hab‘, aber das empfinde ich als Bereicherung.“

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