Neonazis wettern gegen neuen Film

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Eigentlich war es abzusehen: Quentin Tarantinos neuester Film INGLORIOUS BASTERDS, in dem ein Trupp jüdischer GIs im Zweiten Weltkrieg munter Jagd auf Nazis macht, ist der rechtsradikalen Szene ein fieser Dorn im Auge. In einschlägigen Foren wird der Film deshalb als „entartete Kunst“ bezeichnet, Darsteller Til Schweiger und Diane Kruger schlichtweg als „undeutscher Albtraum“ abgestempelt.Weiter heißt es in den Hetz-Communities, dass Tarantino die Abschlachtung der „Großvatergeneration“ durch „entmenschte Horden“ glorifizieren würde, wo die doch „heldenhaft bis zur letzten Patrone gekämpft“ habe. Brad Pitt und Christoph Waltz, die Hauptdarsteller des Films, seien nach diesem Film einem Karriereende sehr nahe – so die Neonazis. Tarantinos Film ist somit in doppelter Hinsicht ein Erfolg: Zum einen, weil er seit seiner Premiere weltweit an die Spitzen der Charts stürmte. Zum anderen, weil er die, die wir sicher nicht neben uns im Kino sehen wollen, anscheinend empfindlich getroffen hat.

mt – 25.08.2009


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