Nicki Minaj kritisiert Trans-Kinder und greift Gavin Newsom an

Nicki Minaj äußerte sich im „Katie Miller Podcast“ zu Trans-Themen bei Minderjährigen und attackierte den kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom scharf.

Nicki Minaj sprach in einer Vorschau auf die neue Folge eines Podcast einer eingefleischten Republikanerin über Trans-Themen und attackierte dabei einen hochrangigen Politiker der Demokratischen Partei, der ein starker Verfechter von LGBTQ+-Menschen ist.

In dem knapp dreiminütigen Teaser für die neue Episode des „Katie Miller Podcast“ fragte die Hostess die gebürtige Trinidaderin, was in Kalifornien schief laufe – besonders mit der Politik des Demokraten und Staatschefs Gavin Newsom. Miller ergänzte ihre Frage mit: „Ist es einfach nur pro-transsexuelle Ideologie, die Kindern in Schulen aufgezwungen wird?“

Minaj sorgt sich um transsexuelle Kinder

Minaj bedankte sich für die Frage und die Möglichkeit, ihren Standpunkt klarzumachen, und hielt mit ihrer Meinung nicht lange hinterm Berg. Die Künstlerin habe „persönlich kein Problem mit dem Trans-Part in LGBTQ“. Was der 43-Jährigen jedoch übel aufstoße, seien Operationen an Kindern – die Rede ist hier von Geschlechtsangleichungen, was aus dem Ausschnitt nicht ganz deutlich wird. Erwachsene können ihrer Auffassung nach jedoch „machen, was sie wollen, das juckt mich nicht“.

Die Rapperin brachte dafür ihre eigene Tochter als Beispiel an: Ihrer 17-jährigen Tochter würde sie verbieten, sich Brustimplantate einsetzen zu lassen – was ihrer Meinung nach „99 Prozent der Eltern“ ebenso tun würden. Als Gründe gegen einen solchen medizinischen Eingriff im Kindesalter nannte Minaj „das noch nicht fertig entwickelte Gehirn“ bei Minderjährigen, sowie „eine Selbstmordrate von 19 Prozent bei Kindern nach einer OP“.

Die von der Künstlerin angeführte Prozentzahl hat jedoch nichts mit chirurgischen Eingriffen von Kindern im Allgemeinen zu tun oder bezieht sich auf eine Gelschlechtsanpassung vor der Volljährigkeit, sondern stammt von einer Langzeitstudie über Erwachsene, die sich einer geschlechtsangleichenden Operation unterzogen. Zur Erklärung: Wissenschaftler:innen aus Schweden fanden 2011 heraus, dass die Sterblichkeitsrate durch Suizid bei denjenigen, die eine geschlechtsangleichende Operation erhalten hatten, etwa 19-mal höher als bei der bezogenen Kontrollgruppe aus der allgemeinen Bevölkerung war.

Bei ihren Äußerungen lässt sie neben allgemeingültigen Sachverhalten einen weiteren wichtigen Faktor unter den Tisch fallen, und zwar den Leidensdruck der Betroffenen und dass solche Eingriffe in der Regel sorgfältig geplant sowie durchgeführt werden.

Realität oder Projektion?

Direkt im nächsten Satz griff die Sängerin den kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom an und machte ihm eine Reihe von Vorwürfen. Der 58-Jährige würde „auf Twitter [mittlerweile X] herumspielen, von Trump besessen sein, dessen Rolle einnehmen wollen, versuchen, witzig zu sein, wenn es das [laut Ermessen von Minaj] nicht ist, sich im Dreck herumwälzen und Streit mit Rapperinnen oder wem auch immer anfangen und dabei komplett den Zusammenhang aus den Augen verlieren“. Sie fügte mit entsetzter Stimme hinzu: „Wir würden niemals so jemanden als unseren Präsidenten haben wollen“ – Newsom erwägt bei der nächsten Präsidentschaftswahl zu kandidieren – und bezeichnete den Politiker als „dreist“ und „illoyal“.

Trumps oberstes Fangirl

In den vergangenen Monaten nutzt Minaj vermehrt Social Media, um gegen alles und jeden zu wettern, der ihr nach ihrer neu gefundenen MAGA-Liebe nicht in den Kram passt: So auch gegen den Reporter Don Lemon, der über einen Protest gegen ICE berichtete. Zuletzt bezeichnete sich die Rapperin bei einem Summit Ende Januar 2026 zur Einführung von „Trump Accounts“ für Neugeborene als „Nummer-eins-Fan des Präsidenten“.

Von ihren ursprünglichen demokratischen Werten nimmt die Immigrantin, die im Alter von fünf Jahren in die USA gekommen ist, nach und nach Abstand, sodass langjährige Fans – die unter anderem auch aus der Trans-Community stammen – ihrem ehemaligen Idol in den sozialen Medien abschworen.

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