Nicki Minaj: Von der „illegalen Einwanderin“ zum Trump-Fan
2018 warnte Nicki Minaj eindringlich vor Familientrennungen. Heute feiert sie Trump und Gesetze gegen Einwander:innen.
Nicki Minaj bekannte sich bereits vor einiger Zeit als Trump-Unterstützerin und teilte seitdem nur zu gerne immer wieder öffentlich auf diversen Social-Media-Kanälen hart gegenüber seinen Kritiker:innen aus. Erst kürzlich lieferte sich die US-Rapperin mit einem freien Reporter einen Schlagabtausch auf X. Auslöser dafür war die Live-Berichterstattung über einen Protest gegen die Ausländerbehörde ICE. Beamt:innen stürmten einen laufenden Gottesdienst in der Stadt St. Paul im Bundesstaat Minnesota.
Tatsächlich stellen ihre Anfeindungen mit Trump-Gegner:innen aber eher eine neue Entwicklung dar – wie nun auch ein alter Facebook-Post verdeutlicht.
Früher Angst, jetzt Feier des Republikaners
Die Denke und die diesbezügliche Schreibart der 43-Jährigen stellen eine Kehrtwende zu ihren früheren Ansichten dar. Im Netz tauchte erst kürzlich ein Facebook-Post der Künstlerin aus der ersten Amtszeit von Donald Trump auf. Am 20. Juni 2018 teilte Onika Tanya Maraj, wie die Künstlerin mit bürgerlichem Namen heißt, ein Foto, auf dem Kinder auf Matten abgebildet sind, einige von ihnen sind mit Rettungsdecken zugedeckt. Die Kinder sind umgeben von einem Maschendrahtzaun, der wie ein Käfig wirkt.
In der Caption drückte Nicki Minaj ihr Mitgefühl für Einwander:innen aus und pflichtete ihnen bei: „Ich kam als illegale Einwanderin im Alter von 5 Jahren in dieses Land. Ich kann mir nicht vorstellen, wie schrecklich es sein muss, an einem fremden Ort zu sein und im Alter von 5 Jahren von meinen Eltern getrennt zu werden. Das macht mir große Angst. Bitte hört damit auf. Könnt ihr euch vorstellen, welche Angst und Panik diese Kinder gerade empfinden?“
Hier den gesamten Post ansehen:
Zuspruch für einen Gesetzesentwurf, der sich gegen sie richtet
Dieser Beitrag ist weit entfernt von ihren heutigen Online-Meinungsäußerungen. Am 19. Januar 2026 reagierte die Rapperin zum Beispiel mit „Katie!“, gefolgt von einem Emoji der US-amerikanischen Flagge und einer roten Schleife, auf einen X-Post von Katie Miller. Darin warb die Frau des Beraters für innere Sicherheit im Weißen Haus für den Save Act. Der Gesetzesentwurf soll „illegale Ausländer“ daran hindern, „zu wählen und sich an unserer Demokratie zu beteiligen“. Er richtet sich also komplett gegen sie selbst.
Hier den Clip anschauen:
Denn: Die Künstlerin gab in einem TikTok-Live-Video vom September 2024 preis, dass sie noch immer keine offizielle Staatsbürgerin der USA ist. Sie erklärte in dem Clip: „Ich wurde auf einer wunderschönen Insel namens Trinidad und Tobago geboren. Aber ich lebe schon seit vielen Jahren in den Vereinigten Staaten.“ Sie fügte hinzu: „Man könnte meinen, dass ich angesichts der Millionen Dollar, die ich an Steuern an dieses Land gezahlt habe, schon vor vielen, vielen, vielen Tausend Jahren die Ehrenbürgerschaft erhalten hätte.“
Kontroversen seit Auftritt bei Turning Point USA
Die Kontroversen um die US-Rapperin häufen sich, seitdem diese bei einem Event der rechtskonservativen Organisation Turning Point USA im Dezember 2025 an der Seite von Erika Kirk auftrat, der Witwe des verstorbenen rechten Aktivisten und Trump-Unterstützers Charlie Kirk. Bei diesem bezeichnete sie US-Vizepräsident J.D. Vance als „Vorbild“ für junge Männer und sang Lobeshymnen auf Donald Trump.
Seitdem hagelte es vermehrt Kritik. Etwa tausende Menschen unterzeichneten eine Petition auf der Website „Change.org“, die sich für eine Abschiebung der Musikerin in ihre Heimat Trinidad stark machte.
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