Novizin aus der Provinz

Die Amerikanerin Paula Cole beweist, daß auch abseits der Metropolen Pop-Blumen blühen.

Paula Cole (29) ist eine angenehme Ausnahmeerscheinung im schnellebigen Musikbusiness. Unverfälscht, eindringlich und fernab jeglicher Trends präsentiert sie auf ihrem aktuellen Album „This Fire“ einen völlig eigenen Stil – und trifft damit den Nerv des Publikums (wie z. B. die hinreißende Ballade „Where Have All The Cowboys Gone“ beweist). Den ersten Impuls für Paulas Erfolg gab jedoch ein glücklicher Zufall. „Auf verschlungenen Wegen hat Peter Gabriel meine Musik zu hören bekommen und mir prompt angeboten, ihn als Sängerin auf einer Welttournee zu begleiten“, erinnert sich die Songschreiberin immer noch erstaunt. Der große Gabriel hätte der kleinen Paula genausogut einen Eimer Wasser über den Kopf schütten können: „Mein Leben war so ruhig und friedlich. Ich bin eigentlich selten aus dem Haus gegangen. Und plötzlich stand ich auf einer Bühne vor 16.000 Leuten. Noch nie im Leben hab‘ ich so viel Angst gehabt.“ Verständlich, wenn man bedenkt, daß die zierliche Amerikanerin ‚ aus einem verschlafenen Nest in Massachusetts kommt: „Wir hatten keinen Fernseher, schlechten Radioempfang und meine Eltern besaßen nur Platten von Dolly Parton und John Denver.“

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