Oscars 2018: Casey Affleck bleibt der Gala fern

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Traditionell ehrt die Oscar-Preisträgerin des vergangenen Jahres den aktuellen Gewinner – und andersherum. Casey Affleck sollte also die „Beste Schauspielerin“ bei den Oscars 2018 präsentieren. Schließlich gewann er 2017 den Hauptdarsteller-Preis dank seiner Leistung in „Manchester By The Sea“. Afflecks Pressesprecher verkündete aber nun, dass der Schauspieler nicht an der Preisverleihung am 4. März teilnehmen wird.

Grund hierfür sind wohl die Belästigungsvorwürfe, denen sich Affleck 2010 stellen musste und die im Zuge der MeToo-Debatte wieder aktuell wurden: Produzentin Amanda White und Kamerafrau Magdalena Gorka äußerten damals, Affleck habe sie während des Drehs der Mockumentary „I’m Still Here“ sexuell belästigt. Affleck wollte unter anderem ein Hotelzimmer mit ihr teilen, so White, und habe aggressiv reagiert als sie sich weigerte. Gorka sagte, Affleck habe sich beispielsweise halbnackt zu ihr ins Bett gelegt während sie schlief.

Afflecks Entscheidung, nicht bei der Oscar-Verleihung zu erscheinen, folgte auf eine Online-Petition, die von der Academy fordert, den Schauspieler am 4. März nicht auf die Bühne zu lassen. Der Antrag enthielt 20.000 Unterschriften.

2017 überreichte Brie Larsson den Oscar an ihren Kollegen Affleck. Die Schauspielerin, die sich in der Vergangenheit mehrfach für Opfer sexueller Gewalt eingesetzt hat, umarmte den Gewinner zwar kurz, beklatschte ihn aber anschließend nicht. Larsson erhielt 2016 ihrerseits den Preis für die Hauptrolle in dem Missbrauchsdrama „Raum“.

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