Phillip Boa experimentiert mit Sampler und Synthie

Wenn das, was ihm im Kopf braust, heraus muß, dann duldet dieses Brausen kein Verwässern, keinen Kompromiß“, steht im Vorwort der Biographie ‚Baby Snakes‘ über Boa geschrieben. In den letzten beiden Jahren setzte Phillip Boa sein Metal-Projekt Voodoocult ein, um jenes Kopfbrausen loszuwerden, das zu Voodooclub-Zeiten in seinem Schädel tobte. Und jetzt ist es weg. „Der Voodoocult ist hinter mir, meine Aggressionen sind abgebaut“, sagt Boa und widmet sich wieder seinem Hauptprojekt, dem Voodooclub. „Personell hat sich nicht viel getan. Dafür hat sich die Arbeitsweise geändert“. Ergebnis: ‚She‘, das neunte Studioalbum des Voodooclubs. Darauf setzt der 32jährige vor allem auf Spielereien an Sampler und Synthie. „Einerseits sehe ich mich in der Tradition von Soundtüftlern wie Can“, meint Boa, „aber für mich ist auch das klassische Songwriting sehr wichtig.“ Sein neues Werk überzeugt dann am stärksten, an denen er seine Gitarre eingepackt, die Soundkarten rausgeholt und die Dub-Bässe hochgedreht hat, wie auf der Single ‚Deep In Velvet‘, die Boa zudem von Elektronik-Meistern wie Locust, LFO und Aphex Twin hat remixen lassen.

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