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Fünf Jahre nach Steve Jobs: Google schlägt Apple in allen Kategorien

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Heute vor fünf Jahren ist Steve Jobs verstorben. Und mit ihm einer der wichtigsten Ideengeber von Apple.

Jobs‘ Karriere dient bis heute beinahe der gesamten Kreativwirtschaft als Role Model. Steve Jobs inspirierte und initiierte revolutionäre Hardware, Software, sogar ein Computerspiel geht auf seine Rechnung. Aber wem schreibe ich das, kaum ein Technikinteressierter hat nicht zumindest eine Biographie über den Tech-Pionier gelesen.

Die Neuigkeit: Gestern Abend haben die Entwickler von Google den einstigen Vorreiter Apple endgültig abgelöst und sie freuen sich diebisch darüber, wie man nicht nur an diesem Video erkennt.

Google Pixel

Okay, wird der geneigte User denken, schon wieder ein neues Smartphone, das sich technisch kaum vom neuen iPhone unterscheidet. Dazu ein Assistent, der ein kleines bisschen schlauer ist als Siri. Software und Hardware wurden also endlich auch im Google-Universum aufeinander abgestimmt – aber ist das alles? Das würde Steve Jobs nicht einmal ein abfälliges Lächeln auf’s Gesicht zaubern, Verbesserung des bereits Bestehenden hat ihn niemals so sehr interessiert. Der Apple-Mitbegründer stand für Innovationen, technische Revolutionen, inspirierende neue Lösungen. Doch auch die haben wir gestern bei bei der Keynote erlebt, der Google-Keynote. Ein Überblick:

Für das Wohnzimmer: Google Home

Ein Gerät von Google im Zentrum der Privatsphäre? Wer sich etwas eingehender mit der Datenschutz-Thematik befasst hat, wird wissen, dass die NSA und ihre Freunde mithilfe von Facebook, Google und anderen Diensten intimere Einblicke in unser Leben haben als jede noch so nahestehende Person. Widerstand dagegen ist wichtig, Widerstand gegen Google Home wäre in diesem Zusammenhang aber klassische Verfehlung des Themas, und um zum eigentlichen Thema zurückzukommen: Was hat Google Home mit Steve Jobs zu tun?

https://www.youtube.com/watch?v=nWiIWyCeZso&spfreload=5

Google Home ist, auch wenn Amazon mit seinen vergleichsweise eingeschränkten Mitteln gerade Ähnliches versucht, eine Vision. Noch in diesem Jahr wird es voraussichtlich möglich sein, Google zu bitten, „diese eine Netflix-Serie mit Kevin Spacey“ auf den Fernseher zu werfen und den If-You-Song in der ganzen Wohnung abzuspielen. Gruselig? Nicht ansatzweise so gruselig wie der hilfsbereite Mitbewohner, den man bisher für solche Erledigungen zu Rate ziehen musste.

Virtual Reality: Daydream View

Auch auf dieses Gadget wäre Steve Jobs stolz gewesen. Virtual Reality (VR) blieb bisher zumeist den absoluten Nerds vorbehalten. Der Zugang zu VR ist so mühsam, uncool und unbefriedigend wie es einst beim mobilen Internet der Fall war – bis zur Entwicklung des iPhones. Daydream View verspricht nun aber einfache Navigation und bequeme Nutzung, Google hat den Übergang von Produktorientierung zur Kundenorientierung abgeschlossen. Endlich.



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