Q-Tip Kamaal the Abstract

HipHop, zu „unkommerziell. Da zog das Label das Album zurück.

Was war da los? Mit seinem Solodebüt Ampflified suchte Jonathan Davis alias Q-Tip 1999 die Nähe zum HipHop-Mainstream – er, der Avantgardist schlechthin. Mit „Kamaal The Abstract“ machte Q-Tip dann die Rolle rückwärts zum jazzy Stil, den er zuvor Jahre lang mit A Tribe Called Quest praktiziert hatte. Eigens engagierte Musiker erzeugten eine Live-Atmosphäre wie zu den goldenen Zeiten des Blue-Note-Labels. Alles wunderbar. Nur nicht für Arista, das zuständige Label. Dieses hatte zwar wie üblich vorab Muster an die Medien verschickt, bekam dann aber wegen des angeblich unkommerziellen Materials kalte Füße und stornierte die für April 2002 geplante Veröffentlichung. Anscheinend war den Herrschaften nicht aufgefallen, wen sie da unter Vertrag genommen hatten. Dass Q-Tip nicht der neue Jay-Z werden würde, war klar. Dass er in Richtung von The Roots gehen könnte, dagegen sehr wahrscheinlich. Ein schönes Beispiel dafür, wie die Musikindustrie mit Künstlern umgeht, die ihren eigenen Kopf haben. Relikte & Rekonstruktionen: Bisher sind Q-Tips Versuche, die Rechte für „Kamaal“ zu erhalten erfolglos geblieben. Tracks kann man anhören bei www.uppity music.com/2005/07/q-tip-kamaal-abstract-2000-but.html

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.