Rap auf Rollen

Die Muse küßt meist unerwartet: „Sie schmissen mich als Tankwart raus, weil ich lieber skate als arbeite“, bekennt der junge kalifornische Rapper Skatemaster Täte, „doch ich bekam einen Job in einem Skateboard-Park als Koch. Eines Tages — zwischen Pommes Frites und Chips, wußte ich plötzlich, daß ich eine Platte machen muß.“

Täte, den seine kubanischen Eltern Gerry Hortado rufen, ist inzwischen ein kleiner Held in seiner Heimat Los Angeles. Wenn er auf seinem Board vorbeidüst, raunen sich die Leute zu, das sei .der Typ, der zu Hause eine Sammlung von 40 Gitarren, über 10.000 Schallplatten, 60 Skateboards, 250 Hawaii-Hemden und 50 Spielzeugautos aus den 60ern hat.“

Inzwischen hat er seine eine gemütliche Rap-LP LET’S DO THE SKATE aufgenommen, auf der er z.B. für seine Lieblings-Hamburger-Bude „Irv’s“ (s. Foto) wirbt, während jede Menge Freunde von ihm (u.a. Boo-Yaa TR.I.B.E.) mit Samplern und echten Instrumenten für den Sound sorgen.

Die ersten Bands auf seinem eigenen Platten-Label Russet Records heißen appetitlicherweise Caviar und Tuna Crew. Doch der Mann überarbeitet sich noch immer nicht; „Man muß sich mit angenehmen Dingen umgeben, Skater, Musiker, DJs, Mädchen, Essen und wieder Mädchen. Die Arbeit laß ich jemand anders machen, ich gehe lieber skaten.“

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