Rauhbein im Rullstuhl


Peter Maffay hat einen Film gedreht und will nichts dem Zufall überlassen. Zur Vorführung in seinem Tutzinger Studio lud er handverlesene Journalisten. Gisbert Morgenroth war einer von ihnen.

In Hamburg ist die Hölle los: Wer keine Schutzgelder zahlt, erhält die Zahlungsaufforderung frei Haus: per Bombe. Die bis in die oberen Etagen der Polizeibehörden vorgedrungene Korruption läßt dem Gangster-Boß (Elliott Gould) freie Hand.

Kommissar Jan Bogdan (Peter Maffay) und sein Freund Toni Blach (Massimo Ghini) werden auf den Fall angesetzt. Sie verbindet eine langjährige Freundschaft und die Liebe zur gleichen Frau: Daniela Santini (Tahnee Welch).

Als Danielas Vater sich weigert, Schutzgelder zu zahlen, explodiert auch in seinem Restaurant eine Bombe. Bogdan, gerade anwesend, wird schwerverletzt. Für den Rest seines Lebens wird er an den^pllstBl gefesselt sein.

Vom Dienst suspendiert und von Rachegedanken getrieben, engagiert Bogdan einen Killer (Michael York) und taucht im Milieu des Kiez unter. : Es gelingt ihm, Täter, Auftraggeber und korupte Kollegen zu entlarven, der Preis, den er dafür zahlen muß, ist hoch: Peter Patzaks atmosphärisch dichter Thriller kommt ohne Umwege zur Sache. Peter Maffay, dem trotz leichter Trübung ein glänzendes Spielfilm-Debüt gelungen ist. darf sich selbst spielen: ein nie verzagendes Rauhbein mit Macho-Allüren, das mit der Welt abgeschlossen hat.

Ein spannender Film mit eindrucksvollen Bildern. Die Anleihen etwa an den französischen Film sind diskret, die Musik von Tony Carey maßgeschneidert. Lohnt sich auch für Nicht-Maffay-Fans.