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Accept Too Mean To Die


Nuclear Blast/Rough Trade (VÖ: 29.1.)

von

Zehn Jahre ist es her, dass Accept, in Fachkreisen als „Solinger Stahlschmiede“ bekannt, es geschafft haben, ihr einstiges Sänger-Aushängeschild Udo Dirkschneider erfolgreich gegen den US-Amerikaner Mark Tornillo einzutauschen. Dass von der originären Besetzung inzwischen lediglich Band-Chef, Lead-Gitarrist und Hauptkomponist Wolf Hoffmann übrig ist, tut dem Charme des – offiziell nun mit drei Gitarristen operierenden – neuen Gruppengefüges keinen Abbruch.

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Denn TOO MEAN TO DIE ist ein ausgemachtes Classic-Metal-Album, wie es spätestens seit 1990 nur noch ziemlich selten von anderen gemacht wird. Von der starken Eröffnung mit „Zombie Apocalypse“, dessen Riffs pressierend wie einst Judas Priests „Painkiller“ daherkommen, bis zum eingängigen, mit Kosaken-Chor kokettierendem „The Undertaker“ (gäbe es so etwas wie Festivals: ein Mitgröl Garant) bedienen Accept (konservative) Headbanger-Bedürfnisse meisterlich.

Tornillos gellende Schreie und potenter Pathos, Hoffmanns mit einem Zitat aus Beethovens Neunter unmittelbar gewürdigte Klassik- Leidenschaft („Symphony Of Pain“), aber auch die sich geschickt zwischen Rainbow, den Scorpions und Iron Maiden positionierende Powerballade „The Best Is Yet To Come“ verstehen es nicht minder, für Heavy- Metal-Traditionalisten die Häkchen an genau den richtigen Stellen zu setzen.

„TOO MEAN TO DIE“ im Stream hören:


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