Andrew W.K. – I Get Wet :: Rock ’n‘ Roll

So so, dieser Typ mit der blutigen Visage soll also der neue Hoffnungsträger der Rockmusik sein. Verkündet zumindest die englischen Hypemafia. Klingt nach einem schlechten Scherz. Genauso wie die Musik. Eine absurde Mischung aus Abba und Atari Teenage Riot, Meat Loaf und Motörhead, Slade und Slayer schwappt einem da entgegen. Wie ein junger, durchtrainierter Elton John, der deutlich zuviel Speed erwischt hat, stampft der 22-Jährige aus Florida zusammen mit ein paar dahergelaufenen Todesmetallern in 35 Minuten durch zwölf Songs, die „Party Hard“, „Party Til You Puke“ oder „Fun Night“ heißen. Ständig hofft man, dass KLF oder zumindest der ebenfalls mit krudem Humor gesegnete Dave Grohl (mit dessen Foo Fighters Andrew W.K. auf Tour war) auftauchen und zugeben, dass alles nur eine große Verarsche ist. Aber das passiert nicht. Stattdessen hat’s Power Chords, wie man sie dunkel von Van Halen in Erinnerung hat, prollige Hooligan-Gesänge und das immer gleiche Drum-Gedresche. Als hätten Sigue Sigue Sputnik die Hymne der World Wrestling Federation eingespielt. Hilfe!

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