Andromeda Mega Express Orchestra :: Bum Bum

Alien Transistor/Indigo

Mit dem Berliner Kollektiv wird Experimentalmusik zum unterhaltsamen Abenteuer.

Setzen wir also die Assoziationsmaschine in Gang. Was das Andromeda Mega Express Orchestra, ungefähr anderthalb Dutzend Musiker stark und aus Berlin, auf seinem zweiten Album Bum Bum spielt, das klingt wie: Der Soundtrack eines indischen Heimatfilms, die schäbige Bumsfallera-Band einer drittklassigen Dorfkirmes, Tanztee mit Sahnetorte, eine Verbeugung vor Hazy Osterwald, Freejazz mit Spaß, die Beschallung der Offizierskantine auf dem Raumschiff Orion, Loriot mit Noten, Schönberg auf schönen Drogen, Schubert ohne Selbstmordgedanken, eine blöde Idee, ein guter Witz, wie elegischer Ernst und großer Quatsch und mitunter sogar wie Neue Musik. Manchmal quietschen auch einfach Türen oder fiepen Seehunde. Im Vergleich zum ersten Album Take Off! ist das Klangbild des Kollektivs noch einmal um Samples erweitert worden und die einzelnen Stücke wurden nach der Live-Einspielung digital bearbeitet. Doch was Orchesterleiter Daniel Glatzel vorkomponiert und was sein großartiges Orchester improvisiert hat, das ist nicht auseinanderzuhalten. Warum auch, Hauptsache die Assoziationsmaschine rattert.

Key Tracks: „Saturn Hoola Hoop“, „Hektra Mumma Gulla“

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.