Body Count :: Murder 4 Hire Escapi/Edel

Mit der Rückkehr von Ice-Ts Metal-Projekt Body Count hat wohl kaum jemand gerechnet. Und um es gleich vorwegzunehmen, einen ähnlichen Effekt wie im Jahr 1992, als die Gruppe mit ihrem gleichnamigen Debütalbum und dem Track „Cop Killer“ monatelang für Schlagzeilen sorgte, wird es diesmal wahrscheinlich kaum geben. Die Musik klingt für heutige Ansprüche einfach zu eindimensional, und die Gruppe langweilt in den zwölf Songs auf murder 4 hire mit öden Gitarrenriffs, einschläfernden Machosprüchen und billigen Effekten. Alles in allem ist das Album ein Totalausfall. Ice-Thatals Musiker seinen Zenit schon seit mehr als einem Jahrzehnt überschritten. Da helfen dann auch ebenso „gruselige“ wie plakative „Provokationen“ wie „The Passion Of Christ“ und „Murder 4 Hire“ nicht weiter. Außer Ice-T ist nur noch Leadgitarrist Ernie C von der Originalbesetzung mit an Bord, unterstützt von Schlagzeuger OT, Rhythmusgitarrist Bendrix und Bassist Vincent Price. Die zwölf Stücke, die die Truppe unter der Führung der beiden für murder 4 hire eingespielt hat, klingen nun wirklich nicht so, als ob man sich vor diesem inspirationslosen Haufen noch fürchten müsste. Einzig in der Wertung für die mit Abstand stumpfsinnigste Platte des Jahres hat dieses Album im Jahr 2006 wirklich eine Chance zu reüssieren, was den halben Bonuspunkt mehr als rechtfertigt.

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